146 Millionen Euro für Nürnberger Sozialeinrichtungen

Nürnberg – Insgesamt 161 Millionen Euro ließ der Regierungsbezirk Mittelfranken letztes Jahr nach Nürnberg fließen. Rund 90 % (146,4 Millionen Euro) wurden allein für soziale Projekte und Einrichtungen aufgewendet. Damit wird mehr Geld in die Frankenmetropole investiert, als sie jährlich an Bezirksumlage zahlen muss.

 

Demnach überwies der Nürnberger Kämmerer 2012 145,4 Millionen Euro Umlage nach Ansbach, was etwa einem Drittel aller Umlagen im Bezirk entsprach. Präsentiert wurden die Ergebnisse gestern im Rahmen einer „Leistungsbilanz 2008 bis 2013“.

 

Herzstück der Ausgaben: Soziale Einrichtungen

Den Löwenanteil der Ausgaben Mittelfrankens machte laut Bericht der soziale Bereich aus: bei einem Gesamtetat von fast 800 Millionen Euro gab der Bezirk ganze 594 Millionen dafür aus. Allein ein Viertel der Sozialausgaben floss nach Nürnberg.

 

Besonders intensiv wurde in die „Eingliederungshilfe“ von Menschen mit Behinderung investiert. Hierfür kamen fast 51 Millionen Euro zusammen. Geld floss außerdem in betreute Wohnformen, die ambulante Frühförderung, die Kranken- und Blindenhilfe und auch in die Überwindung sozialer Schwierigkeiten.

Die Kulturförderung liegt hingegen bei nur 500.000 Euro. Von diesen Ausgaben profitierten unter anderem das Brückenfestival und das Theater Pfütze.

 

Kostenintensive Bauinvestitionen stehen an

Ähnlich wie in vielen Kommunen kommen in der nächsten Legislaturperiode große Bauvorhaben auf den Bezirk zu. So werden beispielsweise die Generalsanierungen des Zentrums für Hörgeschädigte und des Bildungszentrums für Sehbehinderte 65 Millionen Euro kosten.