Absteiger Fürth feiert Achtungserfolg

Fürth kann’s doch. Der Absteiger gewinnt mit 2:0 beim VfB Stuttgart. Für die Schwaben ist das ein heftiger Dämpfer. Sie waren hoch überlegen, haben aber ihre Chancen nicht genutzt. Trotz Dauerdrucks des schwäbischen Pokalfinalisten siegten das Kleeblatt auf seiner Abschiedstournee und holte seinen vierten Saisonerfolg. «Wir waren total unterlegen», sagte «Kleeblatt»-Trainer Frank Kramer…

 

… zur ersten Hälfte, in der der VfB den leblosen Tabellenletzten förmlich an die Wand spielte. «In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt.»

 

Spielverlauf, Fakten, Tore

 

Ein Eigentor von Gotoku Sakai (51. Minute) stellte vor 48 300 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena den Spielverlauf auf den Kopf. Ilir Azemi (89.) besiegelte die 15. Niederlage der Schwaben. In einer hitzigen Schlussphase sah VfB-Verteidiger Antonio Rüdiger wegen Nachtretens noch die Rote Karte (74.), nur eine Minute später hielt Sven Ulreich einen Foulelfmeter von Fürths Bernd Nehrig.

Von der vermeintlichen Fürther Auswärtsstärke war während des schwäbischen Dauerdrucks nichts zu sehen. Kurz nach einem satten Schuss von Alexandru Maxim (34.) von der Strafraumgrenze reagierte SpVgg-Trainer Kramer und brachte für Thomas Pledl den defensiven Matthias Zimmermann.

Fürth berappelte sich leicht – Edgar Pribs (36.) Chance war Ausdruck davon. Doch die riesige Gelegenheit zur Stuttgarter Führung vergab der flinke Traoré (38.). Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Kapitän Christian Gentner scheiterte die Nummer 16 am linken Außenpfosten.

Die Schludrigkeit der Schwaben rächte sich. Gotoku Sakai (51.) wollte einen Ball im eigenen Sechzehner vor Prib klären, traf dabei jedoch unglücklich ins eigene Tor. Gentner & Co. wurden daraufhin von ihren Fans mit einem Pfeifkonzert bedacht. Der frühere Greuther Trainer Labbadia brachte in Federico Macheda (67.) eine neue Spitze, doch das 2:0 verpasste Nikola Djurdjic (71.), der aus wenigen Metern den Außenpfosten traf.

In der hitzigen Schlussphase musste Rüdiger nach Rot zum Duschen, dann hielt Ulreich noch einen Strafstoß von Nehrig. Der eingewechselte Azemi markierte den Schlusspunkt für Fürth.

 

Quelle: dpa