DTM-Pilot Mattias Ekström scheitert mit Berufung

Nürnberg – Mattias Ekström bleibt nach der Wasser-Affäre vom Norisring weiterhin disqualifiziert. Einen Sieger gibt es darum auf dem Stadtkurs nicht. Zwar wurde der Schwede bestraft, hatte sich aber laut Berufungsgericht, keinen entscheidenden Vorteil verschafft.

 

Das Rennen am Norisring ist somit das erste DTM-Rennen seit 29 Jahren ohne offiziellen Sieger.

 

Am Dienstag bestätigte das Berufungsgericht des Deutschen Motor Sport Bundes zwar die Disqualifikation des Schweden. Nach dem Stadtrennen in Nürnberg vor drei Wochen hatte Ekström Wasser in die Hosentaschen gekippt bekommen und damit gegen die Regeln verstoßen. Einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil habe sich der zweifache DTM-Champion dadurch aber nicht verschafft, so das Gericht. Die anderen Piloten rücken deswegen auch nicht nach.

 

Mercedes-Fahrer Robert Wickens wurde seit Ekströms Disqualifikation zunächst als Sieger des fünften Saisonlaufs geführt, ist nun aber wieder Zweiter. Er wartet weiter auf den ersten Sieg seiner Karriere im Deutschen Tourenwagen Masters.

 

Michael Kramp, Sprecher des DMSB, äußerte sich der Nachrichtenagentur dpa gegenüber: „Da es in diesem Fall keinen Wettbewerbsvorteil gab, da sowohl Fahrer als auch Fahrzeug nicht unter dem Mindestgewicht lagen, gibt es keinen Sieger am Norisring“. Der Sieg wurde somit unter sportlich einwandfreien Bedingungen erzielt. Allerdings liege ein Verstoß gegen die Parc-fermé-Regeln vor.

 

Auch Audi reagierte auf das Urteil: „Wir respektieren und akzeptieren im Sinne des Sports die Entscheidung des DMSB-Berufungsgerichts“, so Audi-Sprecher Jürgen Pippig.

 

Ekström geht nach dieser Entscheidung mit 20 Punkten als Zehnter der Gesamtwertung in den sechsten Saisonlauf in Russland. Die zusätzlichen 25 Punkte vom Norisring hätten ihn auf Platz fünf der Gesamtwertung gebracht. Auf die Reihenfolge der besten drei Fahrer dieser Saison hatte die Entscheidung vom Dienstag aber keinen Einfluss.

Quelle: dpa