Ein Abend vom Loslassen und Wiederfinden der Klänge

 

 

„Requiem“ von Harald Weiss und weitere Werke am 22.03.2015 in St. Johannes, Oberasbach

 

Am Sonntag, den 22. März um 18 Uhr, präsentiert der Chor Capella Vocalis gemeinsam mit dem Kammerorchester Klanglust, dem Schlagzeugensemble Pauls Andersons sowie den Solisten Cornelia Götz (Sopran) und Emanoel Christian Velozo (Tenor) einen Abend voller eindringlicher Klänge in der Kirche St. Johannes in Oberasbach.

 

Die inhaltliche Klammer des Programms bildet der Begriff des Loslassens.

Herzstück des Abends ist das „Requiem“ des zeitgenössischen Komponisten Harald Weiss. Die gekürzte Fassung des Requiems von Harald Weiss entstand zwischen 2009 und 2011. Zusammen mit der ungekürzten Fassung ist dieses Werk schon mehrmals aufgeführt worden: Dies ist für zeitgenössische Musik nicht unbedingt üblich. Ebenso besonders: Komponist Harald Weiss wird als Zuhörer das Konzert am 22. März besuchen und reist dafür von Mallorca, seinem derzeitigen Wohnort, an.

 

Das Werk von Harald Weiss ist musikalisch zum einen tief in der europäischen Musiktradition verwurzelt. Immer wieder schimmern Klänge und Melodien durch, die entfernt an schon Gehörtes erinnern (z.B. J.S. Bach, Gustav Mahler, Johannes Brahms), jedoch gibt es weder direkte Zitate noch idiomatische Kopien. Zum anderen wurzelt dieses Schimmern in indischen, afrikanischen und südafrikanischen Musiktraditionen, die der Komponist in zahlreichen Auslandsaufenthalten kennengelernt hat. Diese werden jedoch ebenfalls nicht einfach zitiert, sondern sehr subtil und respektvoll mit der europäischen Tradition verwoben: innigst ausgehörte Weltmusik im besten und respektvollsten Sinn.

 

Die weiteren Werke des Abends sind Werke für verschiedene Besetzungen:

 

Sie gehören entweder zum Kernrepertoire unserer abendländischen Musik (Schütz, Corelli), oder beziehen ihre Inspiration aus dieser, um etwas Neues zu schaffen. Johann Sebastian Bach nutzte die Motette „Tristis est anima mea“ von seines Amtsvorgängers an der Thomaskirche, Johann Kuhnau als Vorlage (der Chorsatz entspricht mit geringen Veränderungen dem Original). Wolfram Buchenberg beruft sich in vielfältigster Weise auf Traditionen wie den Gregorianischen Choral, das Obertonsingen und die Harmonik des Jazz. Alle Werke des Abends finden ihren Halt in Überlieferungen: Indem sie diesen loslassen, können sie neu und „unerhört“ wieder erscheinen, um so die Texte, die den Musikstücken zu Grunde liegen, in sehr berührender Art und Weise zum Erklingen zu bringen.

 

Mit den Konzertierenden findet an diesem besonderen Abend eine Musikerfamilie zusammen, die schon mehrere Werke im fränkischen Raum gemeinsam zur Aufführung gebracht hat: Sowohl mit dem Ensemble KlangLust! unter der Leitung von Bernd Müller als auch mit dem Schlagzeugensemble Pauls Andersons verbindet Bernhard Joerg und die Capella Vocalis eine langjährige musikalische Freundschaft.

 

Karten für das Konzert sind zum Preis von 18 Euro (regulär) oder zum Preis  von 12 Euro (ermäßigt für Schüler, Studenten und Behinderte mit entsprechendem Ausweis) beim Kulturamt Oberasbach sowie im Pfarrbüro St. Johannes erhältlich.

 

 

Daten zum Konzert

 

Requiem von Harald Weiss  sowie Werke von Buchenberg, Schütz, Kuhnau/J.S.Bach und Corelli

 

Sonntag, 22. März 2015 - 18 Uhr
Kirche St. Johannes, Oberasbach, St.-Johannes-Straße 4

Ausführende:
Cornelia Götz, Sopran
Emanoel Christian Velozo, Tenor
Capella Vocalis Oberasbach
Schlagzeugensemble Pauls Andersons
Kammerorchester Klanglust (Leitung: Bernd Müller)

Leitung: Bernhard Joerg

Eintritt: 18,- / ermäßigt 12,-
VVK: Kulturamt Oberasbach, Pfarrbüro St. Johannes

 

 

 

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