EKO „Mühlbach“ nimmt überregionalen Serienbrandstifter fest

Nürnberg/Coburg/Altenburg – Ein 59-jähriger Mann aus Oberfranken soll seit 2008 mehrere Brände gelegt und dabei einen Schaden von mehreren Millionen Euro angerichtet haben. Die gemeinsame Ermittlungskommission „Mühlbach“ der Kriminalpolizeien Nürnberg, Coburg und Altenburg hat jetzt den mutmaßlichen Serienbrandstifter überführt.

 

 

EKO „Mühlbach“ ermittelt nach Serienbrandstifter

Die Beamten der EKO „Mühlbach“ haben bereits seit längerer Zeit gegen einen unbekannten Serienbrandstifter ermittelt. Die Brandserie begann im Jahre 2008 in Mockern in Thüringen und setzte sich über Burgkunstadt in Oberfranken bis nach Nürnberg in Mittelfranken fort. Anhand der am Tatort gesicherten Spuren konnte ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen hergestellt werden.

 

Neun beschädigte LKW am Nürnberger Hafen

Der letzte in Mittelfranken angezeigte Fall fand in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Nürnberger Stadtteil Hafen statt. Dort waren auf einem Firmenparkplatz in der Mühlheimer Straße neun abgestellte LKW derart beschädigt worden, dass sich der Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro summierte. Außerdem war das Büro der geschädigten Firma verwüstet worden. In derselben Nacht wurde auch eine Schmiererei an einem Wohnanwesen im Landkreis Roth angezeigt.

 

DNA-Tests überführten den 59-Jährigen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat das Amtsgericht Nürnberg-Fürth einen Durchsuchungsbeschluss sowie die Entnahme einer Speichelprobe angeordnet. Am Morgen des 21.11.2013 trafen die Ermittler den 59-Jährigen an seiner Wohnadresse an. Bei der anschließenden Durchsuchung des Anwesens konnten eine Vielzahl von Beweismitteln sichergestellt werden, die den Tatverdacht gegen den Mann weiter erhärteten. Wenige Stunden später erhielten sie aus der Rechtsmedizin Erlangen das Ergebnis der Speichelprobe. Die an den einzelnen Tatorten gesicherten DNA-Muster stimmten mit denen des Tatverdächtigen überein. Daraufhin wurde der 59-Jährige festgenommen.

 

Tatverdächtiger streitet Vorwürfe ab

Trotz der gesicherten Beweise bestreitet der Tatverdächtige die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg-Fürth überstellt. Dieser erließ gegen den Mann Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der Brandstiftung.

 

Weitere Fälle kommen ans Licht

Mittlerweile verdichten sich die Spuren, dass der Tatverdächtige auch für eine Brandstiftung Mitte November 2013 im Raum Nordrhein-Westfalen mit einem Schaden in Millionenhöhe verantwortlich gemacht werden kann. Außerdem prüfen die Ermittlungsbehörden bundesweit ähnlich gelagerte Fälle.

Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken