Erlangen will Flüchtlinge im Notfall auch in Turnhallen unterbringen

Das Asylbewerberheim in Zirndorf ist schon seit langem überfüllt. Jetzt hat die Stadt Erlangen nun neue Unterbringungsmaßnahmen für Flüchtlinge ins Auge gefasst. In einem Notfall wird die Stadt Flüchtlinge auch in Schulturnhallen wie in Eltersdorf unterbringen. Das gab Sozialreferentin Elisabeth Preuß vor besorgten Bürgern bekannt, betonte aber, dass es sich um eine temporäre Lösung handeln soll.

 

Bürgermeisterin Elisabeth Preuß lud in das Feuerwehrheim in Eltersdorf zu einer Informationsveranstaltung ein, um über den Sachverhalt aufzuklären. Das Erst-Aufnahmelager in Zirndorf sei überfüllt, deshalb werden die Flüchtlinge auf die Kommunen und Landkreise verteilt. „Die Stadt ist verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen“, sagte die Bürgermeisterin. In der Michael-Vogel-Straße ist bald ein Haus fertig gestellt, in dem 50 Asylbewerber wohnen können. Zudem gebe es zwei Container mit Platz für 60 weitere Flüchtlinge. Doch für den Notfall will die Bürgermeisterin gewappnet sein und daher auch die Turnhalle der Grundschule nutzen.

 

Bürger verunsichert über die Zukunft der Turnhalle

Bei der Veranstaltung äußerten die Bürger ihre Bedenken gegenüber dem Vorhaben der Politik. Einige Eltersdorfer befürchteten, dass aus der temporären Notlösung dann eine Dauerlösung werde. „Die Turnhalle ist auf Dauer weg“, meinte einer der anwesenden Bürger. Im Feuerwehrheim war auch eine große Verunsicherung im Hinblick auf den Sportunterricht der Kinder herauszuhören. Dass dieser in der Zukunft wegfallen könne, „das sehe ich nicht ein“, erklärte eine Dame. Auch die Nutzung durch Vereine sahen viele in Gefahr. Preuß versuchte die Bürger zu beruhigen, doch diese sehen der Zukunft der Turnhalle skeptisch entgegen.