Ex-Anwohner klagt gegen Grafflmarkt

Fürth – Nach dem Aus des Weinfests ist nun auch der beliebte Grafflmarkt in Gefahr. Wieder sollen die Richter entscheiden ob am 19. und 20. September getrempelt und anschließend gefeiert werden darf. Denn ein ehemaliger Gustavstraßen-Anwohner klagt erneut gegen die langen Ausschankszeiten. Geht es nach ihm, ist bei der Herbstausgabe des 75. Grafflmarkts um 22 Uhr Schluss.

 

Um ein Uhr hat er gegen die für diese Veranstaltung von der Stadt festgesetzte Sperrzeit der Freischankflächen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Ansbach eingereicht.

Die Stadt Fürth will nicht tatenlos zusehen und wehrt sich nun dagegen. „Eine Schließung der Freischankflächen um 22 Uhr würde den Charakter des Grafflmarkts zerstören“, heißt es in einer Presseerklärung. Seit mehr als 30 Jahren sei der Grafflmarkt ein fester Bestandteil der Fürther Kultur und zähle ebenso wie das Fürth Festival zu den sogenannten „sehr seltenen Ereignissen“ im Veranstaltungskalender der Stadt, für die großzügigere Lärmgrenzen gelten. Erst zuletzt nach dem Frankenderby gab es Ärger: ein paar wenigen Anwohnern hatten die Anhänger der SpVgg Greuther Fürth zu lange und zu laut in der Gustavstraße gefeiert.