Franken sterben früher

Nürnberg – Franken sterben früher! Das geht aus einer Studie hervor, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlicht hat. In vielen oberbayerischen Städten und Landkreisen leben die Menschen offenbar gesünder und damit länger als in fränkischen Kommunen wie Nürnberg.

 

Das sogenante „Gesundheitsprofil“ der bayerischen Städte und Landkreise liefert einen Vergleich wichtiger Eckdaten über gesundheitliche Indikatoren. „Die Gesundheitssituation in einer Stadt oder einer Region hat immer auch etwas mit dem sozialen Status der Menschen zu tun, die dort leben“, kommentiert Fred-Jürgen Beier, Leiter des Gesundheitsamts in Nürnberg, die Zahlen.

So sei die höhere Sterberate in der Frankenmetropole immer wieder auch in Verbindung gebracht worden mit den Ernährungsgewohnheiten der Menschen hier. Doch es liege weniger an Schäufele und Rostbratwürstchen als an Herkunft, Bildungsstatus und Einkommen der Einwohner.

 

Sterbefälle liegen über dem Durchschnitt

Die Lebenserwartung in Nürnberg liegt unter dem Landesdurchschnitt. Die männlichen Nürnberger werden im Schnitt 77,7 Jahre alt, die Frauen 82,9 Jahre. Der bayernweite Schnitt bei Frauen liegt bei 83 und Männern bei 78,1 Jahren. Im Vergleich: Die Münchner leben mit 81,5 Jahren deutlich länger, das gilt auch für die Münchnerinnen (84,3).