Fürth Festival ohne Feiern: Schankschluss ab Mitternacht

Fürth – Wer sich auf ein ausgelassenes Fürth Festival gefreut hat, bekommt jetzt einen Dämpfer. Denn um Mitternacht ist Schluss, zumindest in der Kneipenmeile Gustavstraße. Das Verwaltungsgericht Ansbach hat drei Eilanträge von Gastwirten in der Gustavstraße abgewiesen. Damit waren die Wirte gegen Bescheide der Stadt vorgegangen, die für das heute beginnende Fürth Festival die Sperrstunde von zwei Uhr auf Mitternacht vorgezogen hat.

 

 

Die Kommune will mit diesem Schritt dafür sorgen, dass Anwohner, die während des dreitägigen Musik-Festivals einem hohen Lärmpegel ausgesetzt sind, wenigstens ab 24 Uhr nicht mehr gestört werden. Das stößt bei der vierten Kammer des Gerichts auf Zuspruch. Zwar hatte das Verwaltungsgericht dem Fürth Festival erst kürzlich eine besondere Bedeutung attestiert und klar gemacht, dass es hier lauter zugehen darf als bei anderen Festen. Dennoch betonten die Richter, dass es auch hier ein Bemühen um Anwohnerschutz geben müsse.

 

Das Lärmproblem in der Gustavstraße ist längst ein Dauerthema. Doch erstmals zogen jetzt die Wirte und nicht wie sonst die Anwohner gegen die Stadt vor Gericht, um zu verhindern, dass sie ihre Kneipen um 24 Uhr zusperren müssen. Für Entsetzen sorgte die richterliche Entscheidung insbesondere bei den Wirten der „Löwenbar“, die sonst bis vier Uhr geöffnet hat. Damit gingen wichtige Einnahmen verloren, so die Wirtin. Dadurch verliere Fürth an Attraktivität.