Großrazzia in Bayern: „Freies Netz Süd“ im Visier der Ermittler

München – Gestern wurden in ganz Bayern zahlreiche Wohnungen und Arbeitsstätten von Rechtsextremisten des sogenannten „Freien Netzes Süd“ durchsucht. Der 2008 entstandene Verband sieht sich selbst als Netzwerk mit zahlreichen Kameradschaften. 

 

Bei der Aktion waren nach Angaben des Innenministeriums rund 700 Beamte des Landeskriminalamts und der Polizeipräsidien im Einsatz. Durchsucht wurden auch zahlreiche Objekte in Franken. Laut Innenminister Joachim Herrmann wurde umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt.  Neben zahlreichen rechtsextremistischen Unterlagen und PCs, auch vereinzelt Waffen. Desweiteren sollen Porträts von Adolf Hitler und mehrere Pistolen sichergestellt worden sein. Etwa 30 Objekte wurden in Franken durchsucht, unter anderem in Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie im Nürnberger Land, Weißenburg-Gunzenhausen und Neustadt an der Aisch-Bad.

 

Rechtsextremismus konsequent entgegentreten

Die beschlagnahmten Beweismittel sollen zeitnah gesichtet und ausgewertet werden. Nun kommt es darauf an, was das Material hergibt, um das „Freie Netz Süd“ verbieten zu können, so Herrmann. Die heutige Aktion zeige, dass man konsequent mit allen rechtsstaatlichen Mitteln gegen Rechtsextremisten und ihr menschenverachtendes Gedankengut vorgehe müsse.