Großer Andrang beim „Markt der langen G’sichter“

Die kitschige Sammeltasse von Tante Trude, die Fußball-Bettwäsche (leider vom falschen Verein…) oder das Gesellschaftsspiel, das schon zweimal vorhanden ist. Alle Jahre wieder landen Geschenke unter dem Tannenbaum, die nicht so recht auf Begeisterung stoßen. Wo ein Umtausch nicht möglich ist, bleibt vermeintlich nur ein Ausweg: Ab in die Tonne! In Nürnberg ist dem nicht so. Hier gibt es den „Markt der langen G’sichter“.

 

Schon zum 17. Mal konnten unglücklich Beschenkte sich heute in der Villa Leon ihrer Präsente entledigen. Bekannte Gesichter aus der Region fungierten zwischen 8 und 17 Uhr als Auktionator und brachten alles unter den Hammer, was sich als Geschenk disqualifiziert hatte. Oberbürgermeister Ulrich Maly beispielsweise präsentierte gekonnt Produkte von der Lammfelljacke bis zum Miniatur-Anatomie-Modell. Maximal drei originalverpackte Gaben durften pro Person oder Familie abgegeben werden. Ersteigern aber durften die Besucher des Marktes dann so viel sie wollten. 

 

Eine Kette für zehn Euro, ein Messer-Set für 30 Euro, ein Männerhemd für acht Euro – manch einer beschenkte sich heute selbst mit Ersteigertem nach Wahl. Der „Markt der langen G’sichter“ wieder ein voller Erfolg und der Beweis dafür, dass auch ungeliebte Geschenke etwas Vergnügliches haben können.