Herrmann verteidigt Asylpolitik

Rednitzhembach – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die Asylpolitik in Deutschland verteidigt. Es sei schon merkwürdig, dass zwar auf der einen Seite von Kritikern «skandalöse Zustände» angeprangert würden, andererseits aber in kein Land Europas mehr Asylbewerber kämen als nach Deutschland. Diese würden den Aufenthalt hierzulande offensichtlich doch als «Nonplusultra» betrachten, so Herrmann heute beim Bezirksparteitag der mittelfränkischen CSU in Rednitzhembach im Landkreis Roth.

Die jüngsten Hungerstreiks von Asylbewerbern in München bezeichnete Herrmann als Erpressung, von der sich ein Rechtsstaat nicht unter Druck setzen lassen dürfe. Man arbeite aber daran, die humanitäre Situation der Flüchtlinge in den Unterkünften zu verbessern.

 

Erneut Bezirksvorsitzender in Mittelfranken

Beim Bezirksparteitag wurde Joachim Herrmann mit 97 von 99 Stimmen für zwei weitere Jahre zum Bezirksvorsitzenden in Mittelfranken gewählt. Die Wahl des 56-Jährigen war alleridngs Formsache. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

 

Quelle: dpa