Hitze lässt Ozonwerte bedrohlich steigen

Nürnberg – Aufgrund der aktuell hochsommerlichen Temperaturen sind Ozonwerte über dem Informationsschwellenwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (μg/m³) nicht auszuschließen. Die Stadt Nürnberg warnt: Wer empfindlich auf eine erhöhte Ozonkonzentration reagiert, sollte körperliche Belastungen vermeiden.

Bereits Mitte der Woche wurden an den Messstationen am Flughafen und am Jakobsplatz erhöhte Konzentrationen gemessen. Allerdings lagen diese noch unter dem Schwellenwert, bei dem die Bevölkerung über die Presse informiert werden muss. Die Hitze der vergangenen Tage hat die Situation allerdings verschärft. Heute früh um 8 Uhr wurden in der Innenstadt 143 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen.

Sollte es morgen zu Gewittern oder Regenfällen kommen, wäre von einem raschen Abklingen der Ozonbelastung auszugehen. Der automatische Telefondienst der Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (Sun) informiert unter der Telefonnummer 09 11 / 2 31-20 50 über die stündlich aktualisierten Ozonmesswerte der Messstationen Jakobsplatz und Flughafen. Unter der Internetadresse www.umweltdaten.nuernberg.de/aussenluft können alle Messwerte der städtischen Luftmessstationen jederzeit online abgerufen werden.

Werden Ozonkonzentrationen als einstündiger Mittelwert von mehr als 180 μg/m³ gemessen, sollten Personen, die besonders empfindlich auf Ozon reagieren, vorsorglich ungewohnte und erhebliche körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden. Von besonderen sportlichen Ausdauerleistungen zu dieser Zeit wird abgeraten. Auch sollten Kraftfahrzeuge und Verbrennungsmotoren im nicht gewerblichen Bereich nicht benutzt werden, sobald ein Ozonkonzentrationswert von 180 μg/m³ erreicht wird.

Manche Menschen können auch bei länger andauernden Ozonkonzentrationen von weniger als 180 μg/m³ unter körperlicher Belastung beeinträchtigt werden. Allgemein wird empfohlen, bei Werten über 240 μg/m³ ungewohnte und erhebliche körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Ab dieser Konzentration kommen Symptome wie Tränenreiz, Reizung der Atemwege, Kopfschmerz und Atembeschwerden vor.