Hitzewelle überrollt Franken

Es wird das heißeste Wochenende des Jahres: Auf bis zu 40 Grad soll das Thermometer am Samstag und Sonntag klettern. Damit könnte ein Höchstwert in der Geschichte der Temperaturmessungen erreicht werden. Der liegt laut deutschem Wetterdienst bisher bei 40,2 Grad – gemessen im August 2003 in Karlsruhe und Freiburg. Das sonnige Wetter hat aber auch seine Schattenseiten: Vor allem im Randbereich Nürnbergs wird vor einer deutlich ansteigenden Ozonkonzentration gewarnt.

 

Franken hat Fieber

 

Bereits im letzten Jahr wurden in Nürnberg außergewöhnlich hohe Ozon-Konzentrationen von 203 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Am Wochenende könnten die Werte auf bis zu 240 Kubikmeter ansteigen. Bereits ab 120 Kubikmeter nimmt die Körperliche Leistungsfähigkeit ab, eine Konzentration von 200 Kubikmetern kann zu einer Reizung der Atemwege, Husten, Kopfschmerz und Atembeschwerden führen. Empfindliche Personengruppen wird deshalb empfohlen, ungewohnte körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Gewarnt wird vor Ausdauerleistungen oder Sporttraining in der prallen Sonne.

 

Entspannte Freizeitaktivitäten

 

Wer sich trotzdem sportlich ertüchtigen will, sollten den Wörder See aufsuchen. Mit Tret- und Ruderbooten können entspannte Runden gedreht werden. Wer sich lieber direkt im kühlen Nass austoben will, kann ein paar Bahnen in Frankens Schwimmbädern ziehen. Die sind das ganze Wochenende über geöffnet. Etwas entspannter geht es in der Nürnberger Innenstadt zu. Hier lockt das 38. Bardentreffen wieder zehntausende Musikliebhaber an. Knapp 70 Konzerte werden im gesamten Stadtgebiet veranstaltet.

 

Viel trinken und auf gesunde Ernährung achten

 

Aber ganz egal wo man das Wochenende verbringt: Man sollte unbedingt genügend trinken. Mindestens zwei Liter über den Tag verteilt. Eiskalte Getränke empfehlen sich dabei nicht, da sie zu einer zusätzlichen Wärmeproduktion des Körpers anregen. Besser geeignet ist zimmerwarmes Mineralwasser oder ein warmer Tee. Beim Essen  sollte auf Fettreiche Speisen verzichtet werden, da sie den Kreislauf belasten. Stattdessen sollte man zu leichter Kost wie Gemüse, Obst oder leicht verdaulichem Fisch greifen. Wer seinen Kreislauf schnell wieder in Schwung bringen will, kann kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen. Das täuscht dem Organismus eine niedrigere Temperatur vor und der Kältereiz sorgt für eine Verengung der Blutgefäße. Der Körper hat danach das Gefühl, nicht mehr so erhitzt zu sein. Das klappt übrigens auch mit einem kurzen Fußbad. Wer über die aktuellen Temperaturentwicklungen auf dem Laufen bleiben will, kann sich auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes näher informieren.