Kostenexplosion: U3-Ausbau 13 Millionen Euro teurer

Nürnberg – Der Ausbau der U3 nach Gebersdorf wird die Stadt Nürnberg rund 13 Millionen mehr als gedacht kosten. Ein nötig gewordenes Lärmkonzept erfordert spezielle Baugeräte, die den Preis in die Höhe treiben. Hintergrund ist der Rechtsstreit mit dem Pflegeheim „Frankenland“. Somit wurde der Weiterbau der U3 nach Gebersdorf nicht nur um fünf Jahre verschoben, sondern wird auch gewaltig teurer: Der städtische Bau- und Vergabeausschusses schätzt die Mehrkosten auf rund 13 Millionen Euro. Die Umplanungen, die das Verwaltungsgericht der Stadt 2011 auferlegt hatte, und damit die Mehrkosten setzen sich folgendermaßen zusammen:

 

Die gerichtlich angeordneten Umplanungen, sowie die unterirdische statt offene Bauweise kostet 2,79 Millionen Euro mehr als geplant.

Das nötig gewordene Lärmkonzept und ein Monitoring, dass die Lärmbelastung nachweist verursachen etwa 1,5 Millionen Euro zusätzlich.

Zudem schlägt die Inflation zu: die ursprünglichen Baukosten, die in 2008 veranschlagt wurden, haben sich um zwölf Prozent verteuert – das führe zu Mehrausgaben von weiteren 4,27 Millionen Euro, errechnete das städtische U-Bahnbauamt.

Weitere sieben Millionen Euro kommen auf die Rechnung, weil die Nachfrage gestiegen ist.

Somit schlägt die zwei Kilometer lange Teilstrecke zwischen dem U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße und dem U-Bahnhof Großreuth mit insgesamt 63,39 Millionen Euro zu Buche.

Am 25. Februar 2014 berät sich der Bau- und Vergabeausschuss über die neuen Pläne, sowie die Mehrkosten.