25-jährige Nürnbergerin über den Alltag als Heroinsüchtige

27 Menschen. So viele Nürnberger starben 2014 an ihrem Drogenkonsum. Damit ist es wahrscheinlich, dass die Noris Drogenhauptstadt geblieben ist. In keiner anderen Metropole sterben bezogen auf die Einwohnerzahl im Jahr so viele Menschen an ihrer Sucht. Nikki, 25 Jahre alt, erzählt bei uns über ihren Alltag als Heroinsüchtige. Geholfen wird ihr in der Hilfseinrichtung Hängematte. Sie wünscht sich aber einen Drogenkonsumraum, den die CSU kategorisch ablehnt.

 

Heroin – der Stoff an dem die meisten Drogentoten in Nürnberg durch eine Überdosis sterben. In den Beratungsstellen für die Süchtigen wird derzeit vor besonders reinem Heroin gewarnt. Gäbe es einen Drogenkonsumraum, so würden die Konsumenten bei einer Überdosis schneller Hilfe bekommen, so die Argumentation der Befürworter. In sechs Bundesländern gibt es schon Drogenkonsumräume. Auch die Stadt Nürnberg steht Überlegungen dahingehend offen gegenüber. Die Landesregierung lehnt die Hilfseinrichtungen aber ab. Nikkis Freund wurde am Drehtag mit einer Überdosis Heroin ins Klinikum eingeliefert. Sie lebt in ständiger Angst vor dem tödlichen Schuss.