Bräutigam bekommt lebenslänglich

Weil er seine Verlobte kurz vor der gemeinsamen Hochzeit getötet hat, ist ein 40-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach ihn am Donnerstag wegen Mordes schuldig und folgte damit den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert und argumentiert, die Tat sei dem Mann nicht nachzuweisen. Doch die Richter sahen es „ohne jeden Zweifel“ als erwiesen an, dass der Mann im Sommer 2013 seine Verlobte erwürgt und den leblosen Körper anschließend in den Fluss Aisch geworfen hat. Der Bräutigam hatte die Tat zunächst gestanden, an Details konnte er sich nach eigenen Worten nicht erinnern. Er begründete dies mit der Einnahme von Schlaftabletten. Kurze Zeit später widerrief der Mann sein Geständnis und sagte, mehrere Maskierte hätten seine Verlobte entführt und getötet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.