Symposium in Nürnberg mit Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger

Nürnberg – Heute fand im historischen Schwurgerichtssaal des Landgerichts Nürnberg-Fürth ein Symposium mit dem Titel „Das Bundesjustizministerium und sein Umgang mit der NS-Vergangenheit“ statt. Im selben Saal, in dem 1945/46 der Internationale Militärgerichtshof das Verfahren gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes verhandelte. Die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) war vor Ort und betonte in ihrer Rede die Geschichtsträchtigkeit des Veranstaltungsortes und die Bedeutung der aktiven Aufarbeitung der NS-Zeit.

Die Nürnberger Prozesse gelten als Geburtsstunde des Völkerrechts. Politische Anführer der NS-Zeit und auch Juristen wurden im Saal 600 zur Verantwortung gezogen. Grund genug ihn zum Weltkulturerbe zu ernennen. Die Entscheidung darüber fällt erst 2018. Doch schon jetzt steht fest: Zukünftig soll der Saal 600 nicht mehr für Prozesse genutzt werden, sondern Museum und Ort der Erinnerung sein.