Mit Enkeltrick und Schockanrufen Bargeld erschwindelt

Nürnberg – Bislang Unbekannte haben durch den sogenannten „Enkeltrick“ und „Schockanrufe“ am Dienstag, den 23.07.2013, in drei Fällen Bargeld und Schmuck im Wert von rund 15.000 Euro erschwindelt. Die Polizei warnt zum wiederholten Mal eindringlich vor diesen Betrugsmaschen.

 

So läuft die Enkelmasche

Im ersten Fall war eine 83-jährige Frau in den Vormittagsstunden von einem unbekannten Mann angerufen worden, der sich ihr gegenüber als Enkel ausgab und Bargeld für den Kauf eines Pkw erbat. Zu diesem Zweck wurde vereinbart, dass sie ein Taxi von ihrer Wohnung abholt, zu ihrer Hausbank fährt und anschließend wieder zurück. Nach erfolgter Abhebung erhielt das spätere Opfer einen erneuten Anruf, bei dem sie aufgefordert wurde, ihren gesamten Schmuck zusammen mit dem Bargeld in einem Kuvert zu deponieren. Kurz darauf übergab die Seniorin vor der Haustür das Kuvert an eine vorher bezeichnete „Vertrauensperson“. Dieser gelang unerkannt die Flucht und kann nur vage beschrieben werden: Ca. 35 Jahre alt, etwa 170 cm groß, schlank.

 

So laufen die Schockanrufe

In zwei weiteren Fällen meldete sich am Nachmittag bei zwei russischstämmigen Frauen (58 und 76) ein unbekannter Anrufer, der sich in russisch als Anwalt ausgab. Angehörige hätten einen Unfall erlitten und benötigten finanzielle Hilfe. Man einigte sich auf mehrere tausend Euro, die im Verlauf des Nachmittags durch einen Unbekannten bei den Opfern zu Hause abgeholt wurden.

 

Beschreibung des Abholers

Ca. 17 bis 20 Jahre alt, etwa 180 cm groß, schlank, bekleidet mit hellblauer Hose, dunklem Hemd oder T-Shirt und Sneakers.

Drei weitere „Schockanrufe“ am selben Tag scheiterten. Die Seniorinnen waren misstrauisch geworden und hatten rechtzeitig die Polizei verständigt.

 

Die Polizei bittet um Ihre Mithilfe

Das Fachkommissariat der Nürnberger Kripo hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen bzw. weitere Geschädigte sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Rufnummer 0911 2112-3333 zu melden.