Mollath findet Gehör

München – Gustl Mollath soll in der kommenden Woche im Bayerischen Landtag vor dem nach ihm benannten Untersuchungsausschuss aussagen. Das teilte der Ausschussvorsitzende Florian Herrmann mit. Mollath, der vor sechs Jahren in die geschlossene Anstalt eingewiesen wurde, soll die Möglichkeit bekommen, seine Sicht der Geschehnisse vor zehn Jahren darzustellen.

 

Mollath hatte im Jahr 2003 Schwarzgeldgeschäfte seiner damaligen Frau bei der HypoVereinsbank angezeigt – die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hatte die Anzeige 2004 zu den Akten gelegt, obwohl nach heutigem Stand einige Vorwürfe Mollaths zutrafen. Im Zeugenstand wies der frühere Nürnberger Generalstaatsanwalt Klaus Hubmann in diesem Zusammenhang Schlampereivorwürfe gegen die Justiz zurück. Strafanzeigen würden ordentlich bearbeitet. «Dass wegen hoher Arbeitsbelastung die Anzeige zack-zack weggemacht worden ist, das kann ich nicht bestätigen.» Hubmann war damals nach seinen Angaben persönlich mit dem Fall Mollath nicht befasst.

 

Quelle: dpa