Nach Brandschlägen von Vorra noch keine heiße Spur

Vorra – Trotz zahlreicher Hinweise aus der Bevölkerung hat die Polizei bei der Suche nach den Brandstiftern im mittelfränkischen Vorra weiterhin keine heiße Spur. Polizeibeamte hatten am Wochenende in der Ortschaft rund 1000 Flugblätter verteilt, in denen sie die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Suche nach den Tätern aufforderten. Für Hinweise, die zu deren Ergreifung führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.
„Die Sonderkommission arbeitet weiter unter Hochdruck. Es gibt aber noch keine entscheidenden Erkenntnisse“, sagte ein Nürnberger Polizeisprecher am Montag. Unbekannte hatten Ende vergangener Woche in dem 1700-Einwohner-Ort einen als Flüchtlingsunterkunft umgebauten Gasthof samt Scheune sowie ein frisch renoviertes Wohnhaus in Brand gesteckt. Auf ein Nebengebäude sprühten die Unbekannten eine Neonaziparole sowie zwei Hakenkreuze. Ursprünglich hatten im Januar rund 70 Flüchtlinge die Unterkünfte beziehen sollen. Nach den Brandanschlägen sind sie aber erst einmal unbewohnbar. Am Sonntag hatten mehrere hundert Bürger mit einer Menschenkette ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit gesetzt. Bereits am Samstag waren mehrere 100 Menschen in Vorra gegen Rassismus auf die Straße gegangen.

 

Quelle: dpa