Nürnberg unter Beobachtung

Nürnberg – Die Christsozialen haben sich für eine verstärkte Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen und im öffentlichen Nahverkehr ausgesprochen. Die Kritik aus der Opposition ließ nicht lange auf sich warten.

 

Rund 350 Überwachungsanlagen seien in Nürnberg installiert, sagt die Datenschutzbeauftragte Marie Jungnickel. Drei Viertel aller städtischen Anlagen hätten Kulturgüter im Visier. Für SPD, FDP und Grüne soll die Installation von Überwachungskameras in Nürnberg in einem engen Rahmen gehalten werden. „Wir sollten die Anzahl der überwachten Objekte im öffentlichen Raum so gering wie möglich halten.“ So formuliert Achim Mletzko von den Grünen die Forderung der Opposition. Für besonderen Unmut sorgte eine Videoanlage im Schulzentrum Südwest, weil dort immer öfter Räder gestohlen werden. Auch für den Verwaltungseingang der Berufsschulen B4 und B14 sind Kameras geplant, damit keine Fremden die Gebäude betreten.

 

CSU spricht sich für die Überwachung aus

Wenn es nach dem sicherheitspolitischen Sprecher der CSU-Fraktion, Max Höffkes geht, sollten noch viel mehr Bereiche der Stadt videoüberwacht werden. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann unterstützt vor allem den Ausbau der Überwachung im öffentlichen Nahverkehr und versuchte gleichzeitig zu beschwichtigen. „Von überall überwachen kann keine Rede sein“, sagte Herrmann. Er begrüßte, dass in der Vergangenheit von der VAG bereits viel für die Überwachung investiert wurde. Das Thema Videoüberwachung dürfte also weiter strittig bleiben.