Unglücklicher Punktverlust: Ice Tigers unterliegen in Mannheim

Keine gute Grundvoraussetzung für die Thomas Sabo Ice Tigers: Sechs Stammspieler fehlten den Nürnbergern in der gestrigen Partie gegen die Mannheimer Adler! Das Team von Trainer Tray Tuomie kämpfte trotzdem – wurde am Ende aber nicht belohnt. Die Tiger unterliegen auswärts und bringen keine Punkte mit nach Hause.

 

Von Beginn an zeigten beide Teams ein schnelles und intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Insgesamt 32 Schüsse bekamen die Zuschauer in der SAP Arena in den ersten 20 Minuten zu sehen, beide Teams feuerten je 16 Schüsse auf den gegnerischen Torhüter ab. Die erste Möglichkeit der Partie hatte Connor James bei einer Kontersituation, seinen Handgelenkschuss konnte Dennis Endras im Adler-Tor aber abwehren. Jason Jaspers‘ Versuch aus der Mitte hielt er sogar sicher (3.). Die Adler kamen über Mirko Höfflin zu ihrer ersten guten Möglichkeit, der junge Stürmer schoss aber freistehend am Tor vorbei. Auch Martin Buchwieser zielte in der 8. Minute in Überzahl am Nürnberger Tor vorbei. Das einzige Nürnberger Powerplay im ersten Drittel dauerte gerade einmal 18 Sekunden, ehe Marc El-Sayed konterte und von Freddy Eriksson von den Beinen geholt wurde. In der 14. Minute bediente Evan Kaufmann den mitgelaufenen Marco Pfleger punktgenau aus der Drehung. Pfleger zog zum Tor und spielte einen Mannheimer mit einer Körpertäuschung aus, schoss dann aber knapp am langen Pfosten vorbei. In der 19. Minute hatten die Ice Tigers dann Glück, als El-Sayed einen Schlagschuss von Jaime Sifers an die Latte lenkte. Im direkten Gegenzug setzte sich Evan Kaufmann gut durch und lief fast ungehindert auf Endras zu, scheiterte aber mit seinem Rückhandschuss, so dass es nach 20 Minuten beim leistungsgerechten Unentschieden blieb.

 

Ins zweite Drittel starteten die Adler besser und übten sofort viel Druck auf das Tor von Tyler Weiman aus. Lange spielten sie sich im Nürnberger Drittel fest, so dass die Führung in der 26. Minute durch eine Einzelaktion von Martin Buchwieser auch verdient war. Unmittelbar zuvor hatte allerdings Steven Reinprecht nach schöner Vorarbeit von Yasin Ehliz die Führung auf dem Schläger, scheiterte aber am starken Dennis Endras. Die Ice Tigers kamen nach der Mannheimer Führung aber wieder besser in die Partie und mussten sich am Ende des zweiten Drittels sogar darüber ärgern, dass sie in Rückstand lagen. In der 31. Minute traf Steven Regier nach einem verpassten Schlagschuss von David Elsner aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Nachdem Connor James in Unterzahl gleich zweimal die Möglichkeit hatte (32.), traf Tim Schüle in der 35. Minute von der blauen Linie wieder nur das Torgestänge. Längst hätten sich die Gäste den Ausgleich verdient gehabt, aber auch Steven Rupprich (2-auf-1-Situation mit Evan Kaufmann) und Yasin Ehliz fanden mit ihren hochkarätigen Chancen keinen Weg vorbei an Dennis Endras.

 

Da Fredrik Eriksson kurz vor Ende des zweiten Drittels eine Strafe erhielt, gingen die Ice Tigers mit 90 Sekunden Unterzahl in den Schlussabschnitt. Diese Situation überstanden die Ice Tigers zwar schadlos, in der 43. Minute erhöhten die Adler aber dennoch auf 2:0. Mike Vernace hatte von der blauen Linie abgezogen, der Puck wurde abgefangen und Simon Gamache reagierte am schnellsten. Die Ice Tigers probierten auch danach alles, noch einmal ins Spiel zurückzukommen, scheiterten aber immer wieder am glänzenden Dennis Endras und hatten zudem kein Glück bei den vielen Abprallern nach Schüssen von der blauen Linie, hauptsächlich durch Tim Schüle. Mit einer tollen Moral kämpften die Ice Tigers bis zum Schluss und setzten Dennis Endras immer wieder unter Druck. In Überzahl brachte Steven Regier den Puck in der 56. Minute im Nachschuss auch endlich über die Linie, die Schiedsrichter verweigerten dem Treffer aber – zu recht – wegen Torraumabseits die Anerkennung. Es blieb zwar bis zum Schluss spannend, die Ice Tigers konnten Dennis Endras aber nicht überwinden. Somit blieb es beim unglücklichen 0:2 aus Nürnberger Sicht. Ein Punktgewinn wäre für die stark ersatzgeschwächten Ice Tigers auf jeden Fall verdient gewesen.

 

Quelle: Thomas Sabo Ice Tigers