Volksbegehren gescheitert – weiter nur G8

Das Volksbegehren „Mehr Zeit zum Lernen – Mehr Zeit zum Leben! Neunjähriges Gymnasium (G 9) als Alternative anbieten“ ist endgültig gescheitert, demnach wird es auch keinen Voklsentscheid geben. Dafür hätten sich mindestens zehn Prozent der Bürger eintragen müssen, es waren aber nicht einmal drei Prozent.  In Nürnberg haben gerade einmal 8.970 Bürger an der Abstimmung teilgenommen. Für einen Erfolg wären knapp 35.000 Stimmen nötig gewesen.

 

Schlappe für die Freien Wähler

 

Für Ministerpräsident Horst Seehofer ist das eine klare Schlappe für die Freien Wähler, die Initiatoren des Volksbegehrens.

Michael Piazolo der Generalsekretär der Freien Wähler nennt als Rechtfertigung viele Gründe für das Scheitern: allem voran die Fußball WM als Ablenkung. Des weiteren hätten die vom G8 betroffenen Schüler selbst nicht abstimmen dürfen.

Piazolo kündigte an, weiter Druck auf die CSU zu machen.

 

Hintergrund

 

Umgesetzt wurde das G8 in Bayern zum Schuljahr 2004/2005. Von einer Nacht-und-Nebel-Aktion sprechen viele Schüler, Eltern, Lehrer und die Opposition. Viele kritisieren das „Turboabitur“: Dauerstress, Zeitmangel, hohe Durchfallquoten. Kultusministerium und Staatsregierung haben immer wieder mit kleineren Korrekturen reagiert. „Herumdoktern“ sagen die Kritiker dazu.

Die Diskussionen über die bayerische „Baustelle Bildung“ werden weitergehen.