Vorfreude und Vorbereitungen für das 257. Frankenderby

Fürth/Nürnberg – Ganz Mittelfranken freut sich auf das 257. Frankenderby. Wenn der 1. FC Nürnberg und die SpVgg Greuther Fürth im Ronhof aufeinandertreffen, herrscht eine außergewöhliche Rivalität zwischen Teams und Fanlagern. Deswegen liegt das Augenmerk der Polizei und Vereine besonders auf einem reibungslosen Ablauf. Während Nürnberger Ultras bereits im Vorfeld mit Gewaltparolen provozieren, ruft ein Bündnis in dem sozialen Netzwerk Facebook zu einem friedlichen Spiel auf.

 

 

Lokalderbys sind immer etwas Besonderes für Fans. Das Frankenderby hat eine ganz besondere Tradition: Am 11.08.14 um 20:15 Uhr treffen der 1. FCN und die Spielvereinigung bereits zum 257. Mal aufeinander. Kein anderes Lokal-Spiel hat so oft stattgefunden. Außerdem gehören beide Vereine zu den Aufstiegskandidaten und solche Spiele können am Ende der Saison über Aufstieg oder Nicht-Aufstieg entscheiden. Auch bei den vergangenen Derbys ging es deshalb immer hoch her. Das Facebookbündnis „Derby is War – is net woahr!“ ruft jetzt die Fans dazu auf, trotz bestehender Rivalität, sich zu tolerienen und respektvoll miteinander umzugehen. Sie sind der Meinung,  „…man sollte ohne Angst zu einem Derby gehen können, man sollte ohne Angst seinen rot-schwarzen oder grün-weißen Schal tragen und somit seine Sympathie gefahrlos zeigen können.“

 

Ultras setzen auf Konfrontation

 

Die Ultragruppierung „Banda di Amici“  des 1. FC Nürnberg sieht das Ganze anders. Sie wollen „Fürth vernichten!“ und planen eine „rot-schwarze Invasion“. Vom Hauptmarkt aus wollen sie geschlossen nach Fürth zum Stadion fahren. Beide Vereine, die Stadt Fürth und die Polizei haben sich darauf vorbereitet. Sie setzen, wie auch bei den letzten Aufeinandertreffen, auf die strikte Trennung der Fanlager.

 

Zwei Sicherheitsringe um das Stadion

 

Außerdem wird es  von 16:00 Uhr bis 01.00 Uhr zwei Sicherheitsringe um das Stadion geben,  welche die Kleeblattfans nur von Norden aus, über die Kronacherstraße, betreten können. Die Anhänger des 1. FC Nürnberg müssen von Süden aus über die Poppenreuther Brücke anreisen. Für Gästefans, die mit dem Pkw kommen, steht der IKEA-Parkplatz in der Hans-Vogel-Straße als Parkmöglichkeit zur Verfügung. In diesem Sicherheitsbereich werden am Spieltag keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt oder verkauft. Am ersten Ring (voraussichtlich Erlanger Straße – Ronhofer Weg – Flurstraße – Erlanger Straße) werden Ticketkontrollen durchgeführt und an der zweite Linie werden die Besucher von Stadion-Ordnern auf verbotenen Gegenstände kontrolliert, bevor sie endgültig das Stadion am Laubenweg betreten dürfen. Wie üblich ist auch das Tragen von Fanuntensilien des 1. FC Nürnberg in den Fürther Blöcken und umgekehrt verboten. Auf der Südtribüne, zwischen Gästeblock und dem heimischen Fanblock, wird wieder ein Teil leer bleiben als Puffer zwischen den rivalisierenden Fanlagern.

 

Anwohner stark beeinträchtig

 

Aufgrund der zusätzlichen Straßensperren werden nicht alle Straßen im Umfeld des Stadions zugänglich sein. Anwohner können unter Vorlage des Personalausweises, unabhängig von den für die Fans vorgesehenen Durchgangsstellen, die Sicherheitszone betreten. Zur Vermeidung von Missverständnissen und Zeitverzug sollte dieser an den Kontrollstellen unaufgefordert vorgezeigt werden. Außerdem gilt im gesamten Bereich Halteverbot.

 

Das Derby aus sportlicher Sicht

 

Die Vereine bereiten sich ebenfalls intensiv auf die Begegnung vor. Wir haben hinter die Kulissen geblickt: