Fr., 24.02.2023 , 10:28 Uhr

141 Schlangen in Wohnung endeckt: Tiere erheblich vernachlässigt

Bei einer Durchsuchung im Nürnberger Land hat das Veterinäramt einen erschreckenden Fund gemacht! Der Mann stand in Verdacht Reptilien nicht artgerecht zu halten. Die Veterinäre kamen dem Mann auf die Schliche, durch ein Inserat im Internet, bei dem Schlangen zum Verkauf angeboten wurden. Diese Tiere dürfen allerdings nur mit Erlaubnis und Sachkunde halten. Daraufhin wurde eine unangekündigten Kontrolle durchgeführt – darunter auch Experten der Reptilien-Auffangstation in München.

Im Wohnhaus des Mannes wurden dann vier Schlangen, hunderte Spinnen und Skorpione gefunden. Und das in nicht zumutbarer Haltung: Teils in Terrarien, teils in viel zu kleinen Dosen.

Im einem weiteren leerstehenden Haus machten sie dann den eigentlichen Fund!

137 Schlangen verschiedener Arten wurden dort tierschutzwidrig gehalten. Darunter Riesen- und Giftschlangen. Über 200 Mäuse und Ratten sowie eine Vogelspinne. Alle Tiere waren nicht ihrer Art entsprechend untergebracht und viele in vernachlässigtem Zustand.

Die Schlangen wurden in Regal-Systemen in zu kleinen Plastikschubladen gehalten. Einige lagen in ihren eigenen Fäkalien, andere waren Qualzüchtungen. Derart überzüchtet, dass laut dem Landratsamt Nürnberger Land allein das Leben der Tier nur unter Leiden möglich war.

Die Tiere wurden an die Fachkräfte der Reptilien-Auffangstation in München übergeben. Welche Strafe den Mann erwartet, der gegen die Vorschriften des Tierschutzgesetzes verstoßen hat, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei Nürnberg ermittelt.

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