Am Flughafen Nürnberg haben Zollbeamte einen der größten Drogenfunde der vergangenen Jahrzehnte gemacht. Laut dpa stellten sie in einem zurückgelassenen Koffer insgesamt 16,5 Kilogramm Kokain sicher. Das Gepäckstück war bereits Anfang Dezember 2025 auf einem Gepäckband liegen geblieben und wurde anschließend genauer überprüft. Bei einer Röntgenkontrolle fiel der verdächtige Inhalt auf. Beim Öffnen fanden die Beamten ausschließlich in Ziegel gepresstes Kokain. Der Zoll informierte daraufhin die zuständigen Ermittlungsbehörden, die den Fall weiter untersuchten.
Aus den Fluggastdaten ging hervor, dass der Koffer Ende November von einem 72-jährigen Mann aus Guayaquil (Ecuador) aufgegeben worden war. Nach seiner Ankunft in Nürnberg ließ er das Gepäckstück aus bislang ungeklärten Gründen zurück und reiste einen Tag später ohne Koffer weiter nach Barcelona.
Dort ließ er sich den Koffer nachschicken – doch statt der geplanten Übergabe klickten am 9. Dezember die Handschellen. Die spanischen Behörden nahmen den Mann fest.
Nach Angaben des Zolls handelt es sich um die größte sichergestellte Kokainmenge am Nürnberger Flughafen seit rund 20 Jahren. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurde der Fall erst jetzt öffentlich gemacht.