Do., 13.03.2025 , 12:07 Uhr

20 Jahre Monitoring häufiger Brutvögel: So geht es den bayerischen Vögeln

Seit 2004 erfasst der LBV mit über 300 ehrenamtlichen Vogelschützern die Bestände von 58 Vogelarten in Bayern. Die Ergebnisse zeigen, dass mehr als die Hälfte der Arten in den letzten 20 Jahren zugenommen haben, während 15 Arten stabil bleiben und weitre 15 Arten abnehmen. Das ist der aktuelle Stand von 2022. 

Dr. Alexandra Fink, LBV-Koordinatorin des Monitorings häufiger Brutvögel: „Was auf den ersten Blick positiv aussieht, ist nur eine Momentaufnahme des relativ kurzen Zeitraums der vergangenen 20 Jahre. Die Bestände vieler Vogelarten – insbesondere aber der Vögel des Ackerlandes – brachen bereits zwischen den 1970er und 1990er Jahren stark ein. Das heißt Bestandserholungen finden oftmals auf niedrigem Niveau statt“.

Aber nicht nur die Vögel des Ackerlande, sondern auch Langstreckenzieher leiden besonders unter dem Lebensraumverlust.

Dr. Alexandra Fink: „Da viele Vögel spezialisiert auf bestimmte Lebensbedingungen sind, können wir aus ihren Bestandsänderungen auch ablesen, wie es um die verschiedenen Lebensräume in Bayern steht. Sowohl die Vogelwelt als auch die Natur in Gänze ist immer durch den Menschen geprägt: Auf negative Weise in Form des Klimawandels oder des Verlusts des Lebensraums, aber auch positiv durch naturnahes Waldmanagement oder Nisthilfen“.

Positiv entwickelt sich unter anderem der Schwarzspecht. Das Wintergoldhähnchen geht aber stark zurück. Denn der kleinste heimische Brutvogel ist stark an Fichten und Tannen gebunden. Stürme und Borkenkäferfraß haben den Zustand der Fichtenwälder und damit auch den Lebensraum des Wintergoldhähnchens verschlechtert.

Die Daten helfen bei der Planung von Naturschutzmaßnahmen und zeigen, wie sich Lebensräume durch menschliche Einflüsse oder den Klimawandel verändern.

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