Nach einem stundenlangen Einsatz konnte die Polizei den mutmaßlichen Schützen in Berngau festnehmen. Der 60-jährige hatte sich in einem Wohnhaus verschanzt. Zuvor soll der Mann zwei Mitarbeitende des Landratsames in Neumarkt bei einer routinemäßigen Waffenkontrolle getötet haben.
Erfahrene Spezialisten versuchten, den 60-Jährigen vom Aufgeben zu überzeugen. Mitten in der Nacht griffen die Einsatzkräfte dann gegen 2:20 Uhr zu. Mit Hilfe von Sprengmitteln und Schüssen nahmen sie den 60-Jährigen in Berngau fest. Laut Aussage der Polizei nicht widerstandslos.
Über den genauen Ablauf der Geschehnisse konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Schüsse verletzten den mutmaßlichen Täter leicht am Bein – er wurde im Anschluss medizinisch versorgt.
Einsatz zog sich insgesamt wohl über zwölf Stunden.
Rückblick:
Gegen 14.00 Uhr am Donnerstagnachmittag hatten mehrere Zeugen per Notruf Schussgeräusche bei Polizei und Rettungskräften gemeldet. Es begann ein Großeinsatz der bayerischen Polizei, der sich bis tief in die Nacht zog. Zunächst umstellten die Beamtinnen und Beamten das Gebäude.
Vor dem weißen Wohnhaus mit der ebenerdigen Eingangstür entdeckten sie den 45 Jahre alten Behördenmitarbeiter leblos auf dem Boden. Er war bereits tot. Der Tatverdächtige meldete sich telefonisch bei der Einsatzzentrale. Er gab an, dass es sich in seiner Wohnung befindet und Schusswaffen bei sich habe.
Der Mann soll von Ermittelnden der Kripo Regensburg in enger Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth befragt werden, unter anderem zu seinem Motiv.