Mo., 31.03.2014 , 12:43 Uhr

Alkoholverbot in der Nürnberger Altstadt?

Nürnberg – In der Nürnberger Altstadt sowie vor Diskotheken könnte schon bald Alkoholverbot herrschen. Die Polizei wünscht sich schon länger sogenannte „Alkoholverbotszonen“, um Schlägereien im Suff einzudämmen. Das Ordnungsamt plant bereits an einer entsprechenden Verordnung.

 

Alkohol spielt bei nächtlichen Schlägereien eine zentrale Rolle. Wenn Partygänger ausschwärmen, kommt es in den Sommermontaten, speziell in der Nacht auf Sonntag fast immer zu Handgreiflichkeiten und Schlägereien. Im Umfeld der Diskotheken sind laut Polizei 72 Prozent derjenigen, die in der Öffentlichkeit zuschlagen, betrunken.

 

Polizei fordert alkoholfreie Zonen

Die Polizei möchte die sogenannten „Alkoholverbotszonen“ in der Stadt am besten sofort einführen. Die Schwerpunkte beim Thema Gewalt im öffentlichen Raum liegen ihrer Ansicht nach bei den Disco-Arealen am Kohlenhof und in Klingenhof, am Plärrer, in Gostenhof, am Bahnhof und in der Altstadt in der Luitpoldstraße, Königstraße, Klaragasse, am Hallplatz und in der Hinteren und Vorderen Sterngasse sowie in der Adlerstraße. Jetzt sei laut Polizei die Stadt am Zug. Der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum nehme immer mehr zu, sagt Ordnungsamtschefin Katrin Kurr.

 

Ordnungsamt feilt an einem Konzept

Das Ordnungsamt arbeitet gerade an einem Entwurf, wie das Alkoholverbot aussehen könnte. Sogar das Mitführen alkoholischer Getränke könnte in den ausgewiesenen Zonen verboten werden. Derzeit soll geprüft werden, welche Plätze tatsächlich infrage kämen. Das fertige Konzept soll den Stadträten demnächst vorgelegt werden. Die beiden großen Fraktionen scheinen grünes Licht geben zu wollen. SPD-Fraktionschef Christian Vogel kann sich vorstellen, dass seine Partei Alkoholverbotszonen am Kohlenhof und in Klingenhof zustimmen würde. CSU-Fraktionschef Sebastian Brehm spricht sich ebenfalls dafür aus. Die Maßnahmen von Ordnungsamt und Jugendamt im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch junger Leute gehen ihm aber nicht weit genug. Er fordert, dass das Jugendamt mit Minderjährigen in Tankstellen, Kneipen oder Supermärkten Testkäufe machen soll, ganz nach Fürther Vorbild.

 

Neues Gesetz ermöglicht Geldbußen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für „Alkoholverbotszonen“ hat im vergangenen Jahr das Landesstraf- und Verordnungsgesetz geschaffen. Gemeinden können nun durch „Verordnung auf bestimmten öffentlichen Flächen (außerhalb von Gebäuden und genehmigten Freischankflächen) den Verzehr alkoholischer Getränke in der Zeit von 22 bis 6 Uhr verbieten“. Gebunden ist dies an die Voraussetzung, dass dort aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums regelmäßig Ordnungswidrigkeiten von erheblicher Bedeutung oder Straftaten begangen werden. Der Verstoß kann demnach mit einer Geldbuße geahndet werden.

Alkohol Alkoholverbot Alkoholverbotszone Alkoholverbotszonen Diskothek Diskotheken Franken Franken Fernsehen Geldbußen Gewalt Gostenhof Klingenhof Kohlenhof Nürnberg Nürnberger Altstadt Polizei Verordnung

Das könnte Dich auch interessieren

21.07.2026 Nach Vorfall in Baden-Württemberg: Generelles Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen? Die Deutsche Bahn plant ein generelles Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen. Anlass für das geplante Verbot war ein Vorfall am Freitagabend in Baden-Württemberg Ein Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn soll bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalzug von einem Fahrgast geschlagen und getreten worden sein. Während des Gerangels gab die Zugtür nach und der Bahnmitarbeiter fiel durch einen Spalt aus 07.07.2026 Mit Holzstäbchen angegriffen: Auseinandersetzung im Nürnberger Hauptbahnhof Am Montagnachmittag (06.07.2026) kam es in einem Schnellrestaurant im Nürnberger Hauptbahnhof zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Auslöser war ein Streit um Essen. Gegen 17 Uhr hat eine 21-jährige slowakische Frau einen gleichaltrigen Deutschen angesprochen und um Essen gebeten. Nachdem dieser abgelehnt hat, hat sich die Frau nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei Essen von dem Tablett des 26.05.2026 Nach Brand in Nürnberger Grundschule: Polizei sucht Zeugen Am Freitagabend (22.05.2026) geriet das Dach der Turnhalle einer Grundschule in Nürnberg in Brand. Gegen 19:30 Uhr stellte ein Zeuge den Brand an der Schule in der Wiesenstraße fest und verständigte den Notruf. Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehr sowie der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd stand der Dachbereich der Turnhalle bereits in Flammen. Wegen der Auswirkungen des Brandes 04.05.2026 Mittelfranken an der Spitzen: Diese Großstädte sind am sichersten Bei uns lebt es sich sicher – das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik. Im bundesweiten Städtevergleich 2025 können mehrere mittelfränkische Städte punkten. Fürth und Erlangen belegen erneut die Top-Plätze unter den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnenden. Auch in den letzten Jahren waren die zwei Städte immer weit oben vertreten. Bei den Städten mit über 200.000