Mo., 20.07.2015 , 13:22 Uhr

Amokschütze aus Ansbach stand unter Cannabiseinfluss

Leutershausen - Bei dem Amoklauf mit zwei Toten am 10. Juli in Mittelfranken hat der mutmaßliche Täter Drogen im Blut gehabt. Wie die Staatsanwaltschaft Ansbach am Montag mitteilte, stand der 47-Jährige während der Taten «akut unter dem Einfluss von Cannabisprodukten». Das ergaben die Blut- und Urinproben, die dem Beschuldigten entnommen wurden.



Ein Sachverständiger stellte zudem fest, dass der Schütze in den ein bis zwei Wochen vor den Taten ebenfalls wiederholt Cannabisprodukte zu sich genommen hatte. In der Wohnung des 47-Jährigen, die seinen Eltern gehört, hatte die Polizei 18 Cannabispflanzen gefunden. Alkohol getrunken hatte der Mann vor seinem Amoklauf dagegen nicht.


 

Der Mann erschoss am Freitag vor einer Woche den Ermittlungen zufolge in Leutershausen bei Ansbach zuerst eine 82-Jährige und danach einen 72 Jahre alten Radfahrer aus einem Auto heraus.

Auf einer rund 30 Kilometer langen Flucht schoss er auch auf eine Pkw-Fahrerin und einen Traktorfahrer. Tankstellenmitarbeiter überwältigten den Mann schließlich in Bad Windsheim.

 

Quelle:dpa

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