Ein Rucksack mit einer angeblichen Bombe hat am Nürnberger Hauptbahnhof am Samstag (10.10.2026) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken hatte der Mann gegen 9 Uhr einen Rucksack am Informationsschalter in der Mittelhalle abgegeben. Dabei habe er behauptet, dass sich darin eine Bombe befinde. Anschließend entfernte er sich.
Die Polizei räumte daraufhin die Mittelhalle und sperrte diese für die Dauer der anschließenden Überprüfung. Spezialisten des Entschärfungsdienstes der Bundespolizei untersuchten den Rucksack und gaben schließlich Entwarnung. Die Sperrung der Mittelhalle konnte gegen 10:00 Uhr wieder aufgehoben werden.
Als sich der 41-Jährige erneut im Hauptbahnhof aufhielt, erkannten ihn Bundespolizisten und nahmen ihn fest. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Laut Polizei machte der Verdächtige zeitweise einen verwirrten Eindruck. Da die Beamten zudem Alkoholgeruch bei ihm wahrnahmen, wurde eine Blutentnahme veranlasst.
Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler keine Sprengmittel. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Bei dem Mann handelt es sich um einen 41-Jährigen mit deutsch-russischer Staatsangehörigkeit, der bereits strafrechtlich bekannt ist. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haft. Am Sonntag soll ein Ermittlungsrichter über die Haftfrage entscheiden.