„Miteinander stärken. Diskriminierung überwinden.“ – das ist das Leitmotiv des queeren Aktionsplans.
…hat Bayern nun als letztes Bundesland einen solchen Plan vorgelegt.
Er rückt vor allem Sicherheit und Teilhabe in den Fokus. Geplant sind Maßnahmen gegen Diskriminierung, mehr Schutz für LSBTIQ-Personen und die Förderung querer Jugendarbeit.
Für die Umsetzung stellt Bayern 2026 rund 1,1 Millionen Euro und 2027 rund 1,66 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen Geldern sollen in allen sieben Regierungsbezirken flächendeckende Beratungsangebote ausgebaut oder neu eingerichtet werden.
Der Plan stößt laut Medienberichten auf gemischte Reaktionen.
Der formelle Schritt wird von der Community begrüßt, vielen Maßnahmen fehlt jedoch die Tiefe. Man hätte Probleme beschrieben, aber keine Lösungen dafür präsentiert. Auch wird kritisiert, dass sich der Plan zu sehr auf Projekten ausruht, die bereits in Vergangenheit beschlossen worden sind.
Was Mittelfranken angeht, wird auf ein Pilotprojekt des Polizeipräsidiums Mittelfranken hingewiesen.
Dabei handelt es sich um ein Angebot, das den Betroffenen von Straftaten die Kontaktaufnahme mit spezifischen Beratungsstellen erleichtern soll. Die Eckpunkte des Sachverhalts und die Erreichbarkeit der Geschädigten werden dann gleich von der Polizei an die Beratungsstelle weitergegeben. „Strong!“ ist hier die Beratungsstelle für Betroffene von LSBTIQ-feindlichen Straftaten. Angedacht ist laut Aktionsplan auch eine Außenstelle der Fachstelle im nordbayerischen Raum, zum Beispiel in Nürnberg.
Mehr zum Regierungsbezirk Mittelfranken wird im 26-seitigen Aktionsplan nicht genannt.