Fr., 18.10.2013 , 11:23 Uhr

Bewaffneter von Spezialeinheit festgenommen

Gegen 21:30 Uhr wurde die Zirndorfer Polizei alarmiert – in einem Anwesen in der Burgfarrnbacher Straße solle ein 30-jähriger Mann mit einer Schusswaffe hantieren! Beim Eintreffen der Streife an dem Mehrfamilienhaus bedrohte der Mann die Beamten mit der Waffe.

 

Sofort forderten die Beamten über die mittelfränkische Einsatzzentrale Spezialeinheiten an. Außerdem wurden die polizeiliche Verhandlungsgruppe sowie weitere Unterstützungskräfte nach Zirndorf beordert. Das Gebäude und die Zufahrt zur Burgfarrnbacher Straße wurden großräumig abgesperrt.

 

Beamte der Spezialeinheiten gelangten wenig später in das Haus und nahmen mit dem Mann Kontakt auf. Mehrere Aufforderungen, die Waffe wegzulegen, ignorierte er. Gegen 23 Uhr ergab sich dann der erhoffte günstige Augenblick – ein speziell ausgebildeter Polizeihund konnte eingesetzt werden. Das Tier lenkte den Bewaffneten so ab, dass nur Sekunden später die Festnahme durchgeführt werden konnte. Der 30-Jährige wurde bei dem Einsatz durch den Hund leicht verletzt. Ein Arzt versorgte ihn unmittelbar nach dem Zugriff. Anschließend kam er vorsorglich in ein Krankenhaus. Weitere Personen des Hauses blieben wohl unverletzt.

 

Mittlerweile steht fest, dass die Tat in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Vorfall am selben Abend steht. Ein zunächst namentlich nicht bekannter Mann hatte gegen 20:45 Uhr an einer Imbissbude in der Zirndorfer Innenstadt einen 20-Jährigen mit einer Schusswaffe bedroht. Tage zuvor hatte der Unbekannte bereits Hausverbot wegen diverser Pöbeleien erhalten. Dem 20-Jährigen gelang die Flucht, und er verständigte die Polizei.

 

Aufgrund der Personenbeschreibung und polizeilicher Erkenntnisse kam es zur Überprüfung des 30-Jährigen in seiner Wohnung in der Burgfarrnbacher Straße und letztlich auch zu der Festnahme des Mannes. Dieser stand erkennbar unter Alkoholeinfluss und wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zur fachärztlichen Behandlung in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei der sichergestellten Schusswaffe handelt es sich um eine sogenannte „Schreckschusspistole“, die einer „scharfen Waffe“ täuschend ähnlich sieht.

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