Di., 18.08.2026 , 16:59 Uhr

Deutlich weniger Getreide erwartet: Deutsche Landwirte rechnen mit schwächerer Ernte

Die deutschen Landwirte erwarten in diesem Jahr eine deutlich kleinere Getreideernte. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbands werden voraussichtlich 41,9 Millionen Tonnen eingefahren – sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Gründe sind vor allem das trockene Frühjahr und die Hitzewelle im Juni.

Schwache Erträge im Süden und Westen

Besonders in Süd- und Westdeutschland haben die fehlenden Niederschläge zu schwächeren Erträgen geführt. Insgesamt rechnen die Landwirte mit einer leicht unterdurchschnittlichen Getreidemenge. Im vergangenen Jahr waren noch rund 45 Millionen Tonnen geerntet worden.

Bauern fordern schnelle Hilfen

Angesichts der angespannten Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe fordert der Bauernverband schnelle finanzielle Unterstützung vom Bund. Gleichzeitig kündigte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer an, dass die Direktzahlungen an die Landwirte im Jahr 2027 erhöht werden sollen. Eine unmittelbare spürbare Verteuerung von Lebensmitteln in Deutschland erwartet der Minister derzeit nicht. Auch der Bauernverband rechnet trotz der geringeren Ernte zunächst nicht mit deutlichen Auswirkungen auf die Verbraucherpreise.

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