Do., 16.05.2013 , 15:54 Uhr

Erlanger Fußgängerzone soll Fußgängerzone bleiben

Erlangen — Bereits kurz nachdem die Verkehrsplaner ihre Ideen für die neue Fußgängerzone vorgestellt hatten, regte sich Widerstand. Der danach entstandene Bürger-Protest scheint nun gewirkt zu haben. Neben CSU und FDP stellt sich nun auch die SPD gegen eine komplette Öffnung einer erweiterten Fußgängerzone für Radler.

 

Fahrradfahrer dürften nach den Planungen der Verwaltung die Fußgängerzone in Schrittgeschwindigkeit befahren. Das soll für eine bessere Verständlichkeit der jeweils geltenden Verkehrsregeln sorgen und das Problem der falschparkenden Autos beseitigen.

 

„Kultur des Miteinanders“ geplant

Das häufig zu beobachtende Gegeneinander der Verkehrsteilnehmer solle durch eine Kultur des Miteinanders ersetzt werden, so der Planungsreferent Josef Weber laut Erlanger Nachrichten. Dennoch räumte Chef-Verkehrsplaner Christian Korda gegenüber dem Erlanger Nachrichten bei der Präsentation des Konzeptes ein, dass es keine perfekte Lösung sondern nur ein Kompromiss ist.

 

Viele Zweifel am Konzept

Im Kommunalparlament zweifelten etliche an Sinnhaftig- und Machbarkeit des Vorhabens. Lediglich der Vertreter der Grünen Liste, Harald Bußmann, hätte das Vorhaben sofort beschlossen. Nach Einzelstadträten, dem FDP-Kreisverband und der CSU-Fraktion hat sich inzwischen auch die SDP im Stadtrat gegen die Pläne positioniert.

 

Sozialdemokraten stellen Antrag auf Erhalt der reinen Fußgängerzone

In einem Antrag fordert die SPD-Fraktion nun, dass die Fußgängerzone Fußgängerzone bleibt. Die Radachse Kammerer-, Halbmond-, Apfelstraße soll zudem als gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgewiesen werden. Lediglich der Autoverkehr möge während der Lieferverkehrszeiten sowie für Anwohner, die ihre Parkplätze erreichen müssen, zugelassen werden. Bei diesem Abschnitt sind Konflikte geradezu vorprogrammiert. 5000 Radler und zahlreiche Passanten nutzen täglich die Kammererstraße.

 

SPD fordert zukünftig Beteiligung der Bürger

Als Reaktion auf den großen Widerstand der Bürger, findet sich im Antrag der Sozialdemokraten auch ein kleiner Seitenhieb auf das Vorgehen der Verwaltung: „Sollten künftig erneut Änderungen der Verkehrsführung in der Alt- und Innenstadt überlegt werden, ist von vornherein eine intensive Beteiligung der Bürger vorzusehen.“

 

 

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