Auf Bayerns Streuobstwiesen ist die Ernte in vollem Gange. Äpfel, Birnen und andere Früchte hängen derzeit an vielen Bäumen – doch ein Teil davon wird nicht geerntet und bleibt liegen. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) ruft deshalb dazu auf, regionales Streuobst zu nutzen.
Wer selbst kein Obstgrundstück besitzt, kann trotzdem bei der Ernte mitmachen. An vielen Obstbäumen zeigen gelbe Bänder, dass die Früchte von Bürgerinnen und Bürgern gepflückt werden dürfen. So lässt sich regionales Obst direkt vor der eigenen Haustür ernten und anschließend frisch genießen oder weiterverarbeiten.
Die Nutzung des Obstes hat dabei nicht nur einen kulinarischen Vorteil. Streuobstwiesen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Werden die Flächen wirtschaftlich nicht mehr genutzt, fehlt laut LBV häufig auch der Anreiz, alte Obstbäume zu pflegen oder neue Bäume zu pflanzen.
Deshalb kann auch der Kauf regionaler Streuobstprodukte oder die Unterstützung lokaler Initiativen zum Erhalt dieser besonderen Landschaft beitragen.
Wer mehr Äpfel erntet, als direkt gegessen werden können, hat zahlreiche Möglichkeiten: Das Obst lässt sich beispielsweise zu Saft, Most, Apfelmus, Kompott, Marmelade oder Kuchen weiterverarbeiten.
Auch der LBV ist in mehreren bayerischen Regionen bei der Streuobsternte aktiv. Ehrenamtliche sammeln dort reifes Obst und lassen es unter anderem in regionalen Mostereien zu Saft verarbeiten.