Mi., 17.07.2013 , 16:43 Uhr

Fehler auf Gedenktafeln für NSU-Opfer

Nürnberg – Im April 2012 hatten sich die Oberbürgermeister der Städte der NSU-Opfern darauf verständigt, Gedenktafeln aufzustellen um an die schrecklichen rechtsextremistischen Morde der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ zu erinnern. Die Gedenktafeln sollten so schnell wie möglich angefertigt und aufgestellt werden. Dabei ist allerdings in mindestens zwei Städten ein fataler Fehler passiert.

 

Falsches Datum zieht sich durch alle Vorgänge

Bereits im Ursprungstext für die Tafeln, der von der Stadt Kassel vorgeschlagen wurde, ist ein Todesdatum fehlerhaft. Seitdem zieht sich der Fehler durch alle Akten. Das Datum wurde von den Städten Dortmund und Nürnberg ohne Überprüfung übernommen. Bei dem Datenfehler an den zwei Gedenktafeln handelt es sich um das Todesdatum von Ismail Yasar. Dieser wurde nicht am 5. Juni, sondern am 9. Juni 2005 von dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ in Nürnberg getötet.

 

Der Stadt Nürnberg ist der Fehler erst einmal aber nicht aufgefallen. Das Mahnmal wurde fehlerhaft am 21. März 2013 am Ausgang der Straße der Menschenrechte aufgestellt. Seit dieser Einweihung ist der Fehler bis zur Entdeckung der falschen Daten gestern in Dortmund niemanden aufgefallen. Nürnberg bedauere das Missgeschick und will das fehlerhafte Todesdatum so schnell wie möglich ausbessern.

 

 

Zweiter Datenfehler in Dortmund

In Dortmund ist außerdem das Todesdatum des Blumenhändler Enver Simsek falsch eingraviert worden. Er starb nicht am 11. November 2000, sondern am 11. September 2000 in Nürnberg. An diesem falschen Todesdatum war die Stadt Dortmund vermutlich aber alleine Schuld. Es habe offensichtlich einen Übertragungsfehler gegeben, hieß es in einem Schreiben des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Siernau heute.

 

Die Gedenktafel in Dortmund wurde erst am vergangen Samstag eingeweiht. Siernau entschuldigte sich heute schriftlich bei den Angehörigen. Ein Steinmetz sei bereits dabei, die Daten auszubessern. Die Fehler sollen bis Freitag korrigiert sein.

 

Quelle: dpa

 

 

Dortmund Enver Simsek Fehler Fehlerhaft Franken Fernsehen Gedenkort Gedenktafel Ismail Yasar Mahnmal Mittelfranken Nationalsozialistischer Untergrund NSU Nürnberg Straße der Menschenrechte

Das könnte Dich auch interessieren

20.08.2026 Nach Fahrbahneinbruch in Nürnberg: Rothenburger Straße wieder voll befahrbar Nach einem Fahrbahneinbruch der Rothenburger Straße am Montag (17.08.2026) stehen die Reparaturarbeiten laut der Stadt Nürnberg vor dem Abschluss. An der Kreuzung Rothenburger Straße/Obere Kanalstraße hatte sich die Fahrbahn auf der mittleren Linksabbiegespur abgesenkt. Ursache war laut Pressemitteilung ein Schaden an einem stillgelegten Entwässerungsrohr. Demnach wurde das Erdreich abgetragen, wodurch es zu einer Fahrbahnabsenkung und 17.08.2026 Schwerer Arbeitsunfall in der Kongresshalle: Bauarbeiter stürzt rund neun Meter in die Tiefe Schwerer Unfall auf einer Baustelle in der Kongresshalle! Am Samstagmorgen (15.08.2026) kam es zu einem schweren Arbeitsunfall in der Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Ein Bauarbeiter war im Dachbereich eingebrochen und rund neun Meter tief in das Gebäude gestürzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr, unter anderm eine Höhenrettungsgruppe und Einsatzführungsdienste, des Rettungsdiensts und der Polizei 03.08.2026 Zeugenaufruf: 4-Jährige von Radfahrerin schwer verletzt Am 25.07.2026 kam es in Nürnberg zu einem Zusammenstoß zwischen einem Kind und einer unbekannten Radfahrerin. Die Polizei sucht nach Zeugen. Gegen 15:30 Uhr war ein 4-jähriges Mädchen zusammen mit ihrer Mutter im Bereich des Wasserspielplatzes am Wöhrder See in Richtung Innenstadt unterwegs. Hier kam es zum Zusammenstoß mit einer Radfahrerin, die in stadtauswärtiger Richtung 03.08.2026 112-Kilogramm Fliegerbombe in Nürnberg: Entschärfung erfolgreich +++ Fliegerbombe in Nürnberg Gibitzenhof gefunden +++ Update 15:06 Uhr Die Fliegerbombe konnte erfolgreich entschärft werden. Ingesamt waren neben den 800 Beschäftigten des Trafowerks rund 1.200 weitere Mitarbeitende anderer Unternehmen betroffen. Wohngebiete waren von der Evakuierung nicht betroffen. Knapp 110 Einsatzkräfte der Feuerwehr, verschiedener Hilfsorganisationen, der Rettungs-­ und Sanitätsdienste sowie die Polizei waren vor Ort.