Di., 08.10.2024 , 16:13 Uhr

Fränkische Schreibwarenindustrie: 750 Beschäftigte im Streik

Die Beschäftigten in der fränkischen Schreibwarenindustrie sind vorübergehend in den Warnstreik gegangen. Dazu gehören Faber-Castell und Schwan-Stabilo. Damit wollen sie den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Bei Schwan-Stabilo in Heroldsberg sowie bei Faber-Castell in Stein und Geroldsgrün beteiligten sich der IG Metall zufolge rund 750 Mitarbeitende. In allen drei Betrieben stand die Produktion rund eine Stunde lang still.

Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Geld für die Beschäftigten in der Schreib- und Zeichengeräteindustrie – mindestens aber 265 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem fordert sie eine Wahloption für die Mitarbeitenden zwischen einer neuen jährlichen Sonderzahlung in Höhe von 13 Prozent eines Monatseinkommens oder drei zusätzliche freie Tage.

In der ersten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche hatten die Arbeitgeber laut Gewerkschaft aber 1,5 Prozent ab November 2024 und weitere 1 Prozent ab November 2025 bei einer Laufzeit von 24 Monaten geboten. Plus 350 Euro Inflationsausgleichsprämie.

IG Metall-Verhandlungsführer Michael Pfeiffer: Diesem Angebot fehlt jegliche Wertschätzung für die Beschäftigten, die darüber sehr verärgert sind. Denn die Geschäfte in der Branche laufen gut.

Zur Tarifgemeinschaft der Schreib- und Zeichengeräteindustrie gehören laut Gewerkschaft fünf Betriebe mit rund 3.000 Beschäftigten: Faber-Castell in Stein und Geroldsgrün, Schwan-Stabilo in Heroldsberg und Weißenburg sowie Lyra in Nürnberg.

Beschäftigte Farber Castell Franken Franken Fernsehen Geroldsgrün Heroldsberg IG Metall Mittelfranken Schreibwarenindustrie Schwan Stabilo Stein Streik Warnstreik

Das könnte Dich auch interessieren

24.02.2026 Zwei Tage Stillstand: Erneuter Streik im öffentlicher Nahverkehr Erneuter Streik im öffentlichen Nahverkehr! Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder zur Arbeitsniederlegung aufgefordert – diesmal für zwei Tage. Demnach wird Freitag und Samstag (27.02./28.02.) in 13 bayerischen Städten gestreikt. In Mittelfranken sind die Städte Nürnberg, Fürth und Schwabach betroffen. Auch in anderen Teilen Deutschlands wird gestreikt. Busse und Bahnen werden nicht fahren. Wie bei 17.09.2026 Überraschender Wechsel im bayerischen Kabinett: Justizminister Georg Eisenreich gibt Amt auf Überraschender Wechsel im bayerischen Kabinett: Justizminister Georg Eisenreich (CSU) gibt sein Amt Ende September auf. Der 55-jährige CSU-Politiker will nach rund 25 Jahren Berufspolitik künftig wieder als Rechtsanwalt arbeiten. Auch politisch zieht Eisenreich sich zurück: 2028 will er nicht mehr für den Landtag kandidieren. Ministerpräsident Markus Söder bedauerte die Entscheidung, sagte aber, sie verdiene Respekt. 14.09.2026 Schüsse aus dem fahrenden Auto: Beifahrer schießt auf Südwesttangente mehrmals in die Luft Am Samstagnachmittag (12.09.2026) schoss ein Mann auf der Südwesttangente bei Fürth aus einem fahrenden Auto in die Luft. Gegen 16:15 Uhr wurde das Polizeipräsidium Mittelfranken alarmiert. Auf der Südwesttangente kurz vor der Ausfahrt Fürth-Fürberg sei ein Verkehrsteilnehmer auf einen BMW aufmerksam geworden. Dessen Beifahrer schoss mehrmals aus dem Fahrzeug mit einer Pistole in die Luft. 13.09.2026 Verdacht auf versuchten Mord in Ansbach: 18-Jähriger in U-Haft Nach einer Attacke auf einen Mann in der Nähe von Ansbach ist ein 18-Jähriger als möglicher Täter festgenommen worden. Laut Angabe der dpa kam er in Untersuchungshaft. Die Ermittler werteten die Tat Mitte August als versuchten Mord. Der junge Mann gilt demnach als dringend verdächtig. Er soll das 32 Jahre alte Opfer in einem Auto