Mi., 04.11.2026 , 22:14 Uhr

Hubert Aiwanger ist tot: Bayerischer Wirtschaftsminister leblos in Hotel aufgefunden

Der bayerische Wirtschaftsminister und Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, ist tot. Laut Medienberichten wurde der 55-Jährige am Mittwoch (04.11.2026) in einem Berliner Hotel leblos aufgefunden. Die genauen Umstände seines Todes sind bislang nicht bekannt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich tief betroffen und bezeichnete Aiwangers Tod als „absolute Tragödie“. Seine Gedanken seien vor allem bei der Familie und den Kindern des Verstorbenen, teilte die Bayerische Staatsregierung mit.

Aiwanger seit 2018 Teil der bayerischen Staatsregierung

Seit 2018 war Aiwanger stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie in Bayern. Auch als Landesvorsitzender der Freien Wähler prägte er die Partei über viele Jahre. Am Mittwochnachmittag hatte er eine geplante Veranstaltung seiner Partei aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Weitere Informationen zu den Hintergründen seines Todes liegen bislang nicht vor.

+++ Update am 05.11.2026 +++

Ermittlungen zur Todesursache

Laut dpa-Angaben hat die Polizei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Die Mordkommission ermittelt, um ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen. Aiwangers Leiche wird am Donnerstag in Berlin obduziert. Die Gerichtsmedizin soll damit die genaue Todesursache klären. Ob ein Ergebnis bereits im Laufe des Tages vorliegt, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass es sich bei dem eingeleiteten Todesermittlungsverfahren nicht um strafrechtliche Ermittlungen handle. Eine Obduktion ist in solchen Fällen ein übliches Vorgehen und kein Hinweis auf ein Verbrechen. Weitere Einzelheiten zur Auffindesituation wurden aus ermittlungstaktischen Gründen bislang nicht bekannt gegeben.

Bundesparteitag wird verschoben

Auch die Freien Wähler reagieren auf den Tod ihres Bundesvorsitzenden. Der für den 14. November in Geiselwind geplante Bundesparteitag soll abgesagt und voraussichtlich 2027 nachgeholt werden. Das teilte der stellvertretende Bundesvorsitzende Joachim Streit laut dpa mit. Die Frage der Nachfolge soll nach der Beisetzung geklärt werden. Laut Streit werde die Entscheidung in Bayern getroffen, da dort die meisten Mitglieder der Freien Wähler beheimatet seien.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will sich am Donnerstag (05.11.2026) um 11 Uhr im Nürnberger Dienstsitz des Heimatministeriums zum Tod Aiwangers äußern. An staatlichen Dienstgebäuden in Bayern ist Trauerbeflaggung angeordnet.

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