Mi., 01.05.2013 , 18:47 Uhr

Gewerkschafter fordern am Tag der Arbeit mehr Gerechtigkeit

Nürnberg – In ganz Bayern sind am 1. Mai tausende Menschen für gerechtere Arbeit und mehr Solidarität auf die Straße gegangen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte zum Tag der Arbeit bundesweit zu hunderten Kundgebungen aufgerufen. In Nürnberg kritisierte der bayerische DGB-Chef Matthias Jena den Missbrauch der Arbeitnehmer durch Niedriglöhne, Werkverträge und Leiharbeit.

 

Vorwürfe gegen Ministerpräsident Seehofer

„Relevant für unsere Gesellschaft ist es, dass Menschen, die die ganze Woche hart arbeiten, am Monatsende auch einen Lohn haben, von dem sie menschenwürdig leben können“, so Jena. Außerdem warf er Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vor rund 5000 Zuhörern Etikettenschwindel und Tatenlosigkeit vor. „Seehofer hat mehrmals angekündigt, etwas gegen die Ausweitung der Niedriglöhne in Bayern zu tun. Passiert ist nichts.“

IG Metall macht Druck auf bayerische Metall- und Elektroindustrie

Um bessere Bedingungen für die Arbeitnehmer zu erreichen, macht die IG Metall unterdessen im Tarifkonflikt mit der bayerischen Metall- und Elektroindustrie Druck. Mit dem Ende der Friedenspflicht in der Nacht zum Mittwoch rief die Gewerkschaft in Augsburg, München und im oberfränkischen Trabitz zu ersten Warnstreiks auf. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern am 8. Mai in Nürnberg will die Gewerkschaft die Aktionen nach eigenen Angaben landesweit ausdehnen.

Die Gewerkschaft fordert wie in allen Tarifbezirken auch in Bayern 5,5 Prozent mehr Geld für die 770.000 Beschäftigten der wichtigsten Industrie im Freistaat. Die Arbeitgeber bieten 2,3 Prozent, allerdings bei einer längeren Laufzeit und zwei Nullmonaten.

Quelle: dpa

1. Mai Deutscher Gewerkschaftsbund DGB Forderungen Franken Fernsehen Horst Seehofer IG Metall Kundgebung Maidemo Matthias Jena Mittelfranken Nürnberg Tag der Arbeit

Das könnte Dich auch interessieren

09.03.2026 Fliegerbombe in Lichtenreuth: Entschärfung abgeschlossen Update vom 10.03.2026 12.04 Uhr Die Fliegerbombe ist entschärft und wird nun abtransportiert. Alle Abschnitte sind geräumt und die Evakuierung damit abgeschlossen. Während der Entschärfung muss der Luftraum aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Gegen 10:36 Uhr hat die Entschärfung der 450 Kilo schweren amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Am heutigen Montag (09.03.2026) wurde in 04.03.2026 Bahnstrecke Nürnberg - Bamberg gesperrt: Auch ICE-Verbindung betroffen Die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg wurde heute Morgen (04.03.2026) zeitweise gesperrt, so die dpa. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es einen Notarzteinsatz zwischen Bamberg und Strullendorf. Gegen 9.30 Uhr teilte die Bahn mit, dass der Einsatz beendet und die Strecke wieder frei sei. Es kann laut Deutscher Bahn aber zu Folgebeeinträchtigungen kommen. Beeinträchtigungen 27.02.2026 Potenzieller Bürgerentscheid?: Initiative "Lieber zurück auf Los" möchte Frankenschnellweg-Ausbau stoppen Die Initiative “Lieber zurück auf Los” arbeitet seit Monaten daran den geplanten Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg zu stoppen. Gelingen soll das mit einem Bürgerentscheid, für den die Verantwortlichen jetzt wohl bereits weit mehr als die erforderlichen 15.000 Unterschriften gesammelt haben. Das wurde heute bei einer symbolischen Übergabe vor dem Rathaus gefeiert. Eine offizielle Übergabe 24.02.2026 Zwei Tage Stillstand: Erneuter Streik im öffentlicher Nahverkehr Erneuter Streik im öffentlichen Nahverkehr! Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder zur Arbeitsniederlegung aufgefordert – diesmal für zwei Tage. Demnach wird Freitag und Samstag (27.02./28.02.) in 13 bayerischen Städten gestreikt. In Mittelfranken sind die Städte Nürnberg, Fürth und Schwabach betroffen. Auch in anderen Teilen Deutschlands wird gestreikt. Busse und Bahnen werden nicht fahren. Wie bei