Sa., 22.03.2014 , 12:57 Uhr

Große Grippewelle ist bisher ausgeblieben

Milder Winter, wenig Grippefälle? Statistiker können diesen Zusammenhang nicht bestätigen. In diesem Jahr scheint es trotzdem so zu sein: Die ganz große Krankheitswelle blieb bis Frühlingsbeginn aus.

 

Erlangen (dpa/lby) – Die große Grippewelle ist in diesem Winter in Bayern ausgeblieben. Bis zum Frühlingsbeginn Ende der Woche hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen 1385 Grippefälle im Freistaat gezählt. Der milde Winter hatte den Beginn der Saison stark verzögert. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt bereits 8535 Fälle. 2013 verlief die Grippe im Freistaat jedoch auch ungewöhnlich heftig und um diese Zeit war die Fallzahl gerade steil nach oben gegangen.

 

Außerdem verschiebe sich der Zeitpunkt der Grippewelle in jedem Jahr, gibt eine LGL-Sprecherin zu bedenken. Das heißt, theoretisch könne der Höhepunkt der Krankheitswelle noch kommen. «Wenn es jetzt aber abebbt, dann war es tatsächlich ein sehr mildes Jahr», sagte die Sprecherin.

 

Dass die schwache Grippesaison direkt mit dem warmen Winter zusammenhängt, kann das Landesamt nicht bestätigen. «Es ist nicht so, dass es, wenn es mild ist, auch einen milden Grippeverlauf gibt.» Auch in einem Winter mit Temperaturen knapp über Null Grad blieben die Menschen in ihren Wohnungen, wo die Luft trocken ist und die Schleimhäute austrocknen. Dann steige die Ansteckungsgefahr.

 

Grippe-Kurve verläuft sehr flach

 

Zuletzt registrierte das Landesamt 202 neue Krankheitsfälle. In den beiden Wochen davor waren es noch jeweils 236 Fälle. Im Vergleich zu den Vorwochen sei dies bisher der Höhepunkt. Die Grippe-Kurve verlaufe in diesem Jahr aber sehr flach und langgezogen mit kleineren «Hügeln». Im Winter vor zwei Jahren sei es ähnlich gewesen. Die Grippesaison könne erfahrungsgemäß noch bis Mitte oder sogar Ende April dauern.

 

Die Grippe ist im Gegensatz zu «grippalen Infekten» keine harmlose Krankheit. Bleibt es beim grippalen Infekt meist bei Schnupfen, Halsschmerzen und leichtem Fieber, können Influenzaviren hohes Fieber und ein schweres Krankheitsgefühl verursachen.

Erkältung Erlangen Franken Fernsehen Grippe Mittelfranken Welle Winter

Das könnte Dich auch interessieren

24.11.2025 Schneeschippen und Streuen: Was ist Pflicht? Wenn die ersten Schneeflocken fallen und Minusgrade glatte Straßen und Wege mitbringen, sind nicht nur Winterdienste gefragt. Für viele Grundstückseigentümer in Mittelfranken beginnt genau dann die Pflicht, Gehwege sicher zu halten. Doch welche Regeln gelten? Wer muss überhaupt Schnee schnippen? Darf man mit Salz streuen? Und ab wie viel Uhr muss der Weg frei sein? 08.05.2026 Tödlicher Verkehrsunfall in Erlangen Bruck: Polizei sucht Zeugen Am Donnerstag (07.05.2026) ereignete sich im Erlanger Stadtteil Bruck ein tödlicher Verkehrsunfall. Nach aktuellem Ermittlungsstand der Polizei hatte ein Lkw-Fahrer kurz nach 14:00 Uhr an der roten Ampel in der Felix-Klein-Straße gehalten. Beim Abbiegen nach rechts in die Fürther Straße überrollte der Kipplaster eine Radfahrerin, die dabei tödlich verletzt wurde. Die Unfallursache ist noch nicht 04.05.2026 Mittelfranken an der Spitzen: Diese Großstädte sind am sichersten Bei uns lebt es sich sicher – das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik. Im bundesweiten Städtevergleich 2025 können mehrere mittelfränkische Städte punkten. Fürth und Erlangen belegen erneut die Top-Plätze unter den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnenden. Auch in den letzten Jahren waren die zwei Städte immer weit oben vertreten. Bei den Städten mit über 200.000 13.04.2026 Blitzermarathon 2026: Wo müssen Autofahrer besonders vorsichtig sein? Diesen Mittwoch, am 15. April 2026, findet in Bayern der alljährliche Blitzermarathon statt. Die Aktion ist Teil der europaweiten „Speedweek“, die vom Netzwerk der Verkehrspolizeien ROADPOL organisiert wird. Die Frühjahrs-Aktionswoche läuft in diesem Jahr vom 13. bis 19. April. Und auch bei uns in der Region kommt es zu verstärkten Geschwindigkeitskontrollen. Das Bayerische Staatsministerium des Inneren, Für