Mo., 29.01.2024 , 08:46 Uhr

Hackerangriff auf Bezirkskliniken Mittelfranken: Systeme lahmgelegt, Notfallversorgung beeinträchtigt

Am Samstagvormittag (27.01.2024) haben sich Unbekannte Zugang zu den Systemen der IT-Infrastruktur der Bezirkskliniken Mittelfranken verschafft und gezielt Daten verschlüsselt und abgezogen. Bei den Daten handelt es sich auch u. a. um personenbezogene und unternehmensinterne Informationen. Der Hackerangriff stört die Abläufe in den Kliniken nachhaltig. Daher haben sich die Kliniken aus Sicherheitsgründen von der Notfallversorgung abgemeldet. Die Versorgung und der Schutz der Patientinnen, Patienten und Beschäftigten ist jedoch laut eigenen Angaben sichergestellt.

Wie schnell die Systeme nach der Cyberattacke wiederhergestellt werden können, ist derzeit noch nicht absehbar. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Systeme vom Netz getrennt. Die zuständigen Ministerien und Behörden wie Polizei, Staatsanwaltschaft, Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht und der Bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz wurden durch die Klinikeinsatzleitung umgehend informiert.

Die Bezirkskliniken Mittelfranken sind damit eines von zahlreichen Opfern von Hackerangriffen. Insbesondere in den letzten Monaten kam es vermehrt zu Angriffen auf Krankenhäuser. Der Krisenstab untersucht seit Bekanntwerden der Attacke am Samstagvormittag in Zusammenarbeit mit der Polizei und Staatsanwaltschaft die Situation.

Hinweise zur Erreichbarkeit der Kliniken

Die Standorte der Bezirkskliniken Mittelfranken sind derzeit nur telefonisch erreichbar: Das Bezirksklinikum Ansbach über die Pforte, unter der Nummer 0981/4653-0, die Frankenalb-Klinik Engelthal über die Nummer 09158/926-0. Das Klinikum am Europakanal Erlangen ist aktuell telefonisch nicht erreichbar.

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