Di., 15.07.2014 , 14:32 Uhr

Keine Erfolgschance für G8/G9 Volksbegehren

Bayern – Das Volksbegehren der Freien Wähler zur Zukunft der bayerischen Gymnasien hat kurz vor Schluss keine Erfolgschancen mehr. In den beiden größten Städten München und Nürnberg lag die Beteiligung gestern Abend bei 1,7, in Augsburg als drittgrößte Stadt bei 1,2 Prozent. Allerdings müssten für ein erfolgreiches Volksbegehren zehn Prozent der Bevölkerung unterschreiben. Die Eintragungsfrist endet an diesem Mittwoch (16.7.).

 

Mit dem Volksbegehren wollten die Freien Wähler ein Wahlrecht für Eltern und Schüler zwischen acht- oder neunjährigem Gymnasium durchsetzen. Die Partei will die Unterschriftensammlung aber dennoch nicht einstellen. Anders als bei dem Volksbegehren gegen die Studiengebühren hatten die Freien Wähler dieses Mal keine Unterstützung von SPD und Grünen. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte am Vortag bereits zum wiederholten Male deutlich gemacht, dass er keine neuerliche Reform der Schulstruktur will – einer «großen Bildungsreform» erteilte der CSU-Chef eine Absage.

 

Mit dem Volksbegehren gegen Studiengebühren feierten die Freien Wähler im Januar 2013 ihren bisher größten landespolitischen Erfolg. Beim G8/G9-Volksbegehren bleibt Parteichef Hubert Aiwanger ein ähnlicher Triumph versagt. Der bayerische Philologenverband (bpv) bezeichnet das Scheitern des Volksbegehrens als «absehbar» und fordert erneut eine Rückkehr zu einem grundsätzlich neunjährigen Gymnasium. Allerdings gibt es auch innerhalb der Lehrerschaft geteilte Meinungen. Die Direktorenvereinigung der bayerischen Gymnasien fordert keine Wiedereinführung des G9.

 

 

Quelle: dpa

 

Bayern Bildungsreform Franken Fernsehen Freie Wähler G8 G9 Gymnasium Schule Unterricht Volksbegehren

Das könnte Dich auch interessieren

31.07.2026 Sommerferien in Bayern gestartet: Letzter Schultag und volle Straßen Für rund 1,8 Millionen Schülerinnen und Schüler in Bayern haben heute die Sommerferien begonnen. Als letztes Bundesland startet der Freistaat damit in die schulfreie Zeit. Kultusministerin Anna Stolz zieht eine positive Bilanz des vergangenen Schuljahres. Besonders hebt sie die Einführung der Bewegungs-Halbestunde hervor, durch die Grundschülerinnen und Grundschüler täglich mehr Zeit für Bewegung bekommen haben. 26.06.2026 Studie der IHK belegt: Bayern ist Start-Up Land Nummer eins Bayern ist Start-Up Land Nummer eins – noch vor Berlin. Darüber freute sich Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister, heute in seiner Regierungserklärung. Rund 4.400 Start-ups gibt es aktuell im Freistaat, wie eine Studie der Bayerischen Industrie- und Handelskammer ergeben hat. Damit das so bleibt fordert Aiwanger weniger Bürokratie und schnellere Verfahren für Unternehmensgründungen. Ziel sei eine vollständige Digitalisierung des Gründungsprozesses. Aiwanger sieht 17.06.2026 Bayern zieht nach: Queerer Aktionsplan vorgestellt „Miteinander stärken. Diskriminierung überwinden.“ – das ist das Leitmotiv des queeren Aktionsplans. Passend zum Pride Month… …hat Bayern nun als letztes Bundesland einen solchen Plan vorgelegt. Er rückt vor allem Sicherheit und Teilhabe in den Fokus. Geplant sind Maßnahmen gegen Diskriminierung, mehr Schutz für LSBTIQ-Personen und die Förderung querer Jugendarbeit. Für die Umsetzung stellt Bayern 12.05.2026 Polizeieinsatz an Fürther Schule beendet: Keine verdächtige Person gefunden +++ Update +++ Die Polizei Mittelfranken vermeldet jetzt auf der Plattform X und auf Instagram: Die Absuche im Schulgebäude ist beendet. Sie konnten keine verdächtige Person feststellen. Die Absperrungen sind aufgehoben. Der Polizeieinsatz ist beendet. An einer Schule in Fürth kommt es zurzeit zu einem größeren Polizeieinsatz. Laut dpa-Informationen sei eine verdächtige Person gemeldet worden.