Mi., 11.06.2025 , 15:46 Uhr

10 Millionen Euro fehlen im Haushalt: Wird Sport in Oberasbach bald zum Luxus?

Ein Loch von rund 10 Millionen Euro. Das klafft zwischen den erwarteten Einnahmen und Ausgaben der Stadt Oberasbach für 2025. Und das obwohl schon Ende 2024 eine Haushaltssperre verhängt wurde. Es wird also weiterhin massiv gespart. Im Mai hat der Stadtrat beschlossen, dass der Hebesatz für die Gewerbesteuer rückwirkend zum 1. Januar erhöht wird. Und auch Sportvereine bekommen die finanzielle Notlage zu spüren.

Haushaltsloch trifft den TSV 1946 Altenberg

Eine Runde auf dem Sportplatz in Oberasbach laufen. Bisher musste der TSV 1946 Altenberg der Stadt für die Nutzung von städtischen Anlagen nichts zahlen. Doch das soll sich ab September ändern – es werden Nutzungsgebühren eingeführt. Die Mehrkosten für den Verein werden sich auf die Mitgliederbeiträge auswirken: In der Abteilung Fußball heißt das etwa 40 Euro mehr im Jahr, beim Handball 90 Euro. Bislang galt beim TSV ein Pauschalbeitrag von 132 Euro für Erwachsene und 90 Euro für Kinder im Jahr. Der Weg der Nutzungsgebühren wird mit Blick auf die Haushaltslage vielleicht etwas spät eingeschlagen, gesteht die erste Bürgermeisterin von Oberasbach. Insgesamt gab es von der Stadt bislang eine Sportförderung für den TSV von etwa 500 Tausend Euro im Jahr. Bei freiwilligen Leistungen der Stadt – wie eben der Sportförderung – soll jetzt gespart werden, um die finanzielle Schieflage auszugleichen. Doch wie konnte die überhaupt entstehen? Ein maßgeblicher Grund ist eine einmalige hohe Gewerbesteuerzahlung im Jahr 2023. Die Folgen davon: Oberasbach muss mehr an den Landkreis zahlen (Stichwort Kreisumlage) und bekommt weniger Geld vom Freistaat (Stichwort Schlüsselzuweisungen). 

Am 23. Juni wird der Nothaushalt verabschiedet

Trotz Sparplan – die neue Sporthalle der Stadt soll fertig gebaut werden. Das befürwortet der TSV Altenberg. Und hofft auf moderate Nutzungsgebühren, sodass Sport auch in Zukunft für alle finanziell stemmbar bleibt. Ausgeschlossen ist nicht, dass künftig Kita-Gebühren oder Steuern erhöht werden. So würde die Schieflage wohl für noch mehr Bürgerinnen und Bürgern direkt spürbar werden.

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