100 Kilometer laufen in 24 Stunden. Zugegeben, das ist schon für gesunde Sportler eine extreme Herausforderung und Belastung. Kaum vorstellbar so einen Lauf mit einer Krankheit zu absolvieren, die regelmäßig für Husten und Atemnot sogt, oder? Robin Baude aus Wendelstein macht jetzt aber genau das! – obwohl er seit seiner Kindheit mit der Stoffwechselerkrankung Cystische Fibrose lebt.
Ich hab seitdem ich 13 Jahre alt bin Mukoviszidose. – Robin Baude
Eine Diagnose, die vieles verändert – aber nicht alles. Denn statt sich ausbremsen zu lassen, setzt Robin Baude auf Bewegung. Laufen ist für ihn längst mehr als nur Sport. Obwohl Mukoviszidose und Ausdauersport auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Chronischer Husten, Atemnot, immer wieder Infekte – typische Symptome der Erkrankung. In Deutschland leben mehr als 7.000 Menschen damit. Robin hat heute dank moderner Medikamente kaum noch Einschränkungen im Alltag – und auch das treibt ihn bei seinem Projekt an.
Gelaufen wird nicht am Stück, sondern in Etappen: Fünf Kilometer pro Runde, immer zur vollen Stunde. Die Zeit dazwischen bleibt zum Durchatmen, Regenerieren – und zum Weitermachen. Gelaufen wird im September – auf einer Strecke, die der 34-Jährige bestens kennt: direkt am alten Ludwig-Donau-Main-Kanal hinter seinem Haus in Wendelstein.
Die Vorbereitung darauf ist strukturiert. Den Trainingsplan hat sich der Service Manager mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Auf seinem Instagram-Account dokumentiert er sein Training. Am Ende hofft er aber nicht nur auf Follower.
Mehr als 470 Euro Spenden sind bereits zusammengekommen. Doch für Robin zählt vor allem die Botschaft hinter der Aktion: Ein Lauf gegen Grenzen – und für mehr Aufmerksamkeit.