Einer alten Legende nach ist der Karpfen nicht nur sehr lecker. Er hilft auch gegen Geldsorgen. Zwischen dem Kopf und erstem Rückenwirbel befindet sich der sogenannte Karpfenstein, ein dreieckiger, kleiner Knochen. Wer diesen im Geldbeutel aufbewahrt, soll mit Glück und Reichtum belohnt werden. Ab heute wird ja wieder Karpfen gegessen und der kommt hier in der Region vor allem aus dem Aischgrund.
In 9 Räumen kann man im Aischgründer Karpfenmuseum alles über die 1250 Jahre alte Tradition der Karpfenzucht erfahren. Museumsleiter Jochen Ringer führt durch das Museum.
Wer dort lebt, ist quasi umgeben von Karpfen. Bedroht wird die Karpfenernte nicht nur von der Hitze und dem daraus resultierenden Sauerstoffmangel. Fressfeinde wie Kormoran und Fischotter können in den Teichen erheblich Schaden anrichten.
Da während der Fastenzeit nur Fisch gegessen werden durfte, waren etwa die Hälfte aller Karpfenteiche im Besitz des Klerus.
Knapp drei Jahre wachsen die Karpfen in den Aischgründer Teichen heran. Dann sind sie etwa Tellergroß und werden entnommen. Gegessen wird der Karpfen in allen Monaten mit einem R.
Wer das Karpfenmuseum besuchen möchte, kann das Mittwoch, Freitag und am Wochenende von 14-17 Uhr tun. Karten kosten 4€ ab 16 Jahren.