Ein Millionen Jahre altes Fossil – und plötzlich spurlos verschwunden! 1956 wurde im fränkischen Langenaltheim das sogenannte Maxberger Exemplar des Archaeopteryx entdeckt. Jahrelang war der seltene Urvogel im Museum ausgestellt, bevor ihn sein Besitzer Eduard Opitsch zurückholte. Nach dessen Tod 1991 fehlte von dem Fossil jede Spur. Wurde es gestohlen, verkauft oder versteckt? Ein Rätsel, das zum Mythos des berühmten Urzeitvogels beiträgt.
Auf den ersten Blick sind es Felsen, Kalkplatten und alte Steinbrüche. Doch die Langenaltheimer Haardt birgt einen Schatz von Weltrang. In diesem Gestein steckt eine Geschichte, die rund 150 Millionen Jahre zurückreicht – in eine Zeit, als sich hier noch eine warme Meereslandschaft erstreckte.
Heute ist der Ort vor allem für einen außergewöhnlichen Fund bekannt: den Archaeopteryx. Er gilt als eines der bekanntesten Fossilien der Evolutionsgeschichte. 1861 wurde in der Langenaltheimer Haardt eines der ersten Skelette entdeckt. Für die Wissenschaft war das damals eine Sensation.
Die Suche nach Antworten und Fossilien geht bis heute weiter. Denn jeder neue Fund kann den Blick auf die Zeit der Dinosaurier verändern. Auch heute untersuchen Forschende Archaeopteryx-Fossilien mit modernen Methoden und gewinnen dabei neue Erkenntnisse.
So verbindet die Langenaltheimer Haardt Vergangenheit und Gegenwart. Und wer weiß – vielleicht wartet zwischen den Gesteinsschichten des Fränkischen Juras schon der nächste Hinweis auf Lebewesen aus längst vergangenen Zeiten.