Mittelfranken ist seit gestern wieder Metalfranken. Denn Fans aus aller Welt sind gestern zum Auftakt des Summer Breeze Open Air nach Dinkelsbühl gekommen. In diesem Jahr gibt es neben der Musik und Stimmung noch einen Grund zu feiern. Vor 20 Jahren ist das Festival aus Baden-Württemberg nach Franken umgezogen. Vier Tage lang wird tauchen jetzt die Metal-Fans das Romantische Franken in Schwarz – mit neuen Fans und vielen alten Bekannten.
„Keine Popsongs“ und harte Melodien – damit bringt die Band Betontod die Fans vor der Hauptbühne des Summer Breeze in die richtige Stimmung. Seit 1990 ist die Band aus dem Ruhrgebiet fester Teil der Punk Rock Szene. Und auch sind sie keine Unbekannten. Schon 2015 standen sie hier auf der Bühne. Während des Konzerts begeistern die Bands ihr Publikum. Stefan Ernecker und sein Team haben die Metalheads vor der Bühne fest im Blick. 2000 hat er viele seiner jetzigen Kollegen beim ersten Summer Breeze kennengelernt. Daraufhin hat er die Grabenschlampen mitgegründet. Seit über 20 Jahren sorgen die über 40 Mitglieder der Crew dafür, dass Crowdsurfen möglichst unfallfrei bleibt.
Damit in der heißen Phase der Konzerte alles passt sind Stefan und sein Kollege Michael Starz schon auf früh auf dem Gelände. Vor der Hauptbühne überprüfen sie mit dem Graben ihren Arbeitsplatz schon vor dem Einlass. Vieles ist über die Jahre Routine geworden, die Vorfreude und Anspannung bleibt dennoch. Der Nachmittag sei ruhig, so Ernecker. Am Abend sähe das schon anders aus. Denn etwa 50.000 Fans machen den Flugplatz in Sinbronn für vier Tage zu Frankens Metalhauptstadt. Mehr als 125 Bands spielen Metal, Black Metal, Punk, Metalcore – und ziemlich viel dazwischen. Für viele Fans geht es um weit mehr als Bands und Musik. Damit sich die Fans bei ihrer Heimkehr im Publikum wohlfühlen, sorgen Stefan und seine Grabenschlampen für die Sicherheit. Damit die Metalfans beim Summer Breeze 2026 „Keine Popsongs” lautstark mitsingen.