Das Schloss Almoshof im Nürnberger Knoblauchsland blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Aufgrund einer kontrovers diskutierten Nutzung war das Gebäude lange Zeit umstritten. Vor rund 40 Jahren begann jedoch ein Wandel: Aus dem Schloss wurde eine Begegnungsstätte, aus der 10 Jahre später der heutige Kulturladen entstand.
Einer der Initiatoren war Werner Haupt. Er gehörte zu den zwölf Gründern der Begegnungsstätte Schloss Almoshof. Ihr Ziel war es, einen Treffpunkt für Vereine, Initiativen und die Menschen im Stadtteil zu schaffen. Gleichzeitig sollte ein Kulturprogramm entstehen, das möglichst vielen Menschen offensteht. Der Gedanke „Kultur für alle, von allen“ prägte die Arbeit von Anfang an.
Der Aufbau der Begegnungsstätte und später des Kulturladens verlief jedoch nicht ohne Widerstände. Die Idee wurde in den Anfangsjahren teils kritisch betrachtet und politisch kontrovers diskutiert. Mittlerweile habe sich das Bild jedoch grundlegend gewandelt und die Kulturläden sind ein fester Bestandteil des Nürnberger Kulturlebens.
Heute ist Schloss Almoshof einer von zwölf Nürnberger Kulturläden. Das Haus bietet das ganze Jahr über ein breites Programm mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, Workshops, Kinderangeboten und Stadtteilfesten. Ziel ist es weiterhin, Kultur möglichst niedrigschwellig und für viele Menschen zugänglich anzubieten.
Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums als Kulturladen zeigt Schloss Almoshof eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses. Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung von der Begegnungsstätte zum Kulturladen und gibt Einblicke in vier zentrale Programmbereiche: Musik, Kunst, Nachhaltigkeit und Stadtteilarbeit.
Eine Besonderheit des Kulturladens ist seine Lage im Knoblauchsland. Als einziger Nürnberger Kulturladen ist Schloss Almoshof bis heute eng mit einem ländlich geprägten Umfeld verbunden. Diese Verbindung zum Dorfleben und zum Knoblauchsland ist ein wichtiger Teil der Identität des Hauses und mache den Standort einzigartig.
Werner Haupt besucht das Schloss heute nur noch gelegentlich. Die ursprüngliche Idee hinter dem Projekt sieht er jedoch weiterhin verwirklicht: einen Ort zu schaffen, an dem Menschen zusammenkommen, Kultur erleben und Gemeinschaft im Stadtteil entstehen kann.